NORDDEUTSCHE RUNDSCHAU
Kleve und Huje schneller am Netz
Kreis steinburg. "Wir haben die Gleise - nur der Bahnhof und die Züge fehlen noch", scherzte Werner Matthießen. Als Bürgermeister der Gemeinde Kleve, die bezüglich eines schnellen Internets mehr als unterversorgt ist, sieht er der Realisierung der technischen Anbindung durch die Eon-Hanse von Huje und Kleve an das breitbandige Internet durch den Bau einer Glasfaserverbindung besonders erfreut entgegen. Möglich werde dies im Rahmen der Aktivitäten des Energiedienstleisters zum Ausbau ihres eigenen Telekommunikationsnetzes in Schleswig-Holstein.
"Diese Infrastruktur stellen wir jetzt in den Dienst einer besseren Versorgung insbesondere der ländlichen Räume mit Breitband-Anschlüssen", erklärte Volker Siebert, Projektleiter DSL bei der Eon- Hanse den anwesenden Gästen, zu denen neben der Hujer Bürgermeisterin Renate Lüchow auch Volker Tüxen vom Amt Itzehoe-Land, der CDU-Landtagsabgeordnete Hans-Jörn Arp, Marten Feldmann vom Verein "Kleve ans Netz" und Dirk Jacobi als Leiter des Netzwerkes Dägeling gehörten.
"Der Standort Huje ist ein geeigneter Ausspeisepunkt, da hier schon Kabelverzweigungen der Telekom liegen", unterstrich Siebert. Sein Unternehmen verfüge ein Telekommunikationsnetz von circa 7500 Kilometern Länge. "Davon sind rund 2500 Kilometer bereits als Glasfaserkabel verlegt", so Siebert weiter.
Für die Anbindung zwischen Itzehoe-Nord und dem vorhandenen Kabelverzweiger der Telekom habe die Eon jetzt ein rund sechs Kilometer langes Glasfaserkabel verlegt, das eine Bandbreite von über 100 Megabyte pro Sekunde bis zu einem Gigabyte pro Sekunde ermöglicht. Mit dieser Erschließung gehe die Eon-Hanse als Infrastrukturdienstleister in Vorleistung und ermögliche Internet-Anbietern die Versorgung von Huje und Kleve mit entsprechend leistungsfähigen Produkten.
"Wir stellen das Glasfasernetz allen interessierten Providern zur Verfügung", betonte Siebert bei der Präsentation der Glasfaserkabelverlegung. Die Eon-Hanse-Zuleitung könne beispielsweise genutzt werden, um über bereits bestehende Telefon-Hausanschlüsse Bandbreiten von bis zu 16 Megabyte übertragen zu können. "Wir unterstützen das Amt gerne bei der Auswahl geeigneter Provider", versprach Siebert dem Leitenden Verwaltungsbeamten des Amtes Itzehoe-Land, Volker Tüxen. Die Gemeinden könnten zur Erschließung zudem Fördergelder beantragen .
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