NORDDEUTSCHE RUNDSCHAU
"Das DRK ist unbezahlbar"
St. michaelisdonn. Im Bereich Sanitätsbereitschaft und Betreuung hat der DRK Ortsverein St. Michaelisdonn sich entwickelt. "Es wurden 23 Dienstabenden veranstaltet, wo wir sanitätsdienstliche und betreuungsdienstliche Aufgaben praktisch geübt haben", berichtet der DRK-Vorsitzender Michael Neumann während der Jahreshauptversammlung des Ortsvereins. Neumann wurde auch als Vertreter der Bereitschaft wieder gewählt. Der 45-Jährige ist seit 28 Jahren aktives DRK Mitglied, familiär war er schon früh mit den DRK verbunden. Neu gewählt wurde als stellvertretender Bereitschaftsleiter Helmut Kegel. Der 46-jährige Brunsbüttler ist seit 2006 Mitglied des DRK St. Michaelisdonn. "Mein Ziel ist es, die Sanitätsbereitschaft weiter aufzubauen", sagt der Gewählte, der damit die gleichen Ziele wie Neumann verfolgt.
Bei 28 aktiven Mitgliedern ist der Ortsverein gut strukturiert. "Mit dem Betreuungsdienst haben wir uns ein neues Aufgabenfeld geschaffen und viel Arbeit in die Ausbildung investiert", berichtet Michael Neumann und ergänzt, "unsere Mitglieder haben Spaß an der Ausbildung, wir sind dadurch immer auf dem neuesten Stand und können in jeder Lebenslage helfen." Ausgebildet hat der Ortsverein auch zwei neue Feldköche. Im zurückliegenden Jahr hatte das DRK St. Michel drei Kocheinsätze: Traditionell das Erbsensuppenessen beim Waldgottesdienst, hinzu kam das Hafenfest in Neufeld. "Erfahrung haben wir auch bei der Unterstützung der Küche beim Zeltlager der Jugendfeuerwehr in Brunsbüttel gesammelt", berichtete der Vorsitzende.
Erfahrung wurde auch bei vielen Übungen, beispielsweise mit der Feuerwehr, gesammelt. "Die Arbeit wollen wir vertiefen, mittlerweile weiß jeder schon worauf es ankommt und auch die Kameradschaft ist gewachsen", fasst Michael Neumann zusammen. Auch die Anschaffung eines geländegängigen Krankentransportwagens bewertet der Ortsverein positiv. Das konnte Wehrführer Volker Dettmann bestätigen. Joachim Rohde ging als Stellvertreter des Bürgermeisters auf das ehrenamtliche Engagement des DRK ein: "Für die Gemeinde unbezahlbar." Und es sind nicht nur die Sanitätswachen, wie beim Frühlingslauf, Flugtag, Maifeuer, Kartrennen und auch überregional, wie Eisfest in Elpersbüttel und Openair in Sarzbüttel, wo das DRK St. Michel gefordert ist. Insgesamt wurden rund 3600 Stunden Dienst 2009 absolviert.
"Unsere Hauptaufgabe ist aber immer noch der Sozialarbeit", betont Michael Neumann. Dazu zählen auch die Blutspendetermine, die in St. Michel fünfmal jährlich veranstaltet werden. Rund 700 Spender waren auch im zurückliegenden Jahr in der Begegnungsstätte. Erste-Hilfe-Ausbildung sei zwar nur einmal angeboten worden, aber dieser Bereich soll verstärkt werden. Altkleidersammlungen hätten wieder ihren früheren Stellenwert erreicht und finden zweimal jährlich statt.
Der Gemeindeausflug und die Seniorenfeier wären ohne das DRK nicht denkbar - aber schon gar nicht ohne das Engagement von Ruth Neumann, die sich nach wie vor um die Sozialarbeit des Ortsvereins kümmert, erklärte der Vorsitzende. Jeden Dienstag findet ein Seniorennachmittag statt. Seit gut einem Jahr gibt es auch wieder ein Jugendrotkreuz in St. Michaelisdonn. Geleitet wird die Gruppe von Martina Heidelbach-Bienek. Zwölf Jugendliche werden immer montags in zwei Gruppen betreut. Ende August wollen die Jugendrotkreuzler ein Zeltlager mit Sommerfest veranstalten.
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