NORDDEUTSCHE RUNDSCHAU
Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf
Bischofsbevollmächtiger erkundet Kirchenkreis
Bischofsbevollmächtigter Gothart Magaard (Dritter v. li.) macht während der Visitation auf einem Bauernhof in Ottenbüttel Station. "Schöpfung und Erntedank sind Themen, die Kirche und Landwirtschaft verbinden", sagt Geistliche des Sprengels Schleswig und Holstein.
Elmshorn. "Ich bin noch ganz erfüllt von all meinen Erlebnissen." Gothart Magaard, Bischofsbevollmächtigte aus dem Sprengel Schleswig und Holstein, sinkt mit einem erleichterten Seufzer auf den Stuhl im Diakoniecafé. Eine Woche strammes Programm mit Besuchen im gesamten Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf kann ganz schön anstrengend sein. Doch Magaard scheint zufrieden mit dem dichten Programm, das ihm geboten wird. Seine Aufgabe: Schauen, wie Propst Thomas Bergemann und seine Stellvertreterin Christiane Zimmermann ihre Arbeit machen, schauen, wie die Fusion der Kirchenkreise läuft, schauen, wie gut das Gemeindeleben und Bereiche wie Jugendarbeit und Kirchenmusik funktionieren.
Eine Woche lang ist der gebürtige Flensburger im Kirchenkreis zu Besuch, besucht Itzehoe, Barmstedt, Glückstadt, spricht mit kirchlichen Mitarbeitern, trifft sich mit NEK-Synodalen. Es ist seine erste Visitation nach Amtsantritt im Oktober 2009. "Ich habe Einblicke in einzelne Arbeitsfelder des Kirchenkreises und der Gemeindearbeit erhalten", bestätigt der 54-Jährige. Der Blick "von außen" könne für alle Seiten hilfreich sein, denn er wolle helfen, "wo der Schuh drückt" und sich engagieren, "wo Menschen sich von der Landeskirche Unterstützung wünschen". Das ist ein hoher Anspruch an seine Arbeit, denn der Bischofsbevollmächtige reist nicht mit gefülltem Portemonnaie durch die acht fusionierten Kirchenkreise seines Sprengels, sondern will "durch das Wort wirken, predigen und referieren". Nicht einfach bei anstehenden Kirchenkreisfusionen, leeren Kassen, sanierungsbedürftigen Pastoraten und Kirchenaustritten.
Doch Magaard ist ein positiv denkender Mensch. Gemeinsam mit Propst Bergemann, den Pastoren des Kirchenkreises und Diakonie beschäftigt ihn nicht nur die "binnenkirchliche Sicht", sondern auch gesellschaftliche Entwicklungen, die Suche nach Synergien und neuen Möglichkeiten der Zusammenarbeit. In dieser Woche informiert sich Magaard über den Industriestandort Elmshorn, die Arbeit im Haus Elbmarsch und Haus der Begegnung, die Krankenhausseelsorge, Kirchenmusik, Jugendarbeit und der regionalen Landwirtschaft.
"Wir sehen den Besuch von Pastor Magaard als Wertschätzung unserer Arbeit und als Rückmeldung auf unsere Arbeit - die Problemfelder genau so wie auf die Bereiche, in denen es richtig gut läuft", resümiert die stellvertretende Pröpstin Christiane Zimmermann. "Und mir gibt es unmittelbare Eindrücke Ihrer Arbeit vor Ort" dankt Magaard. Seine Eindrücke wird er am Ende der Visitation beim Open-Air-Gottesdienst am Sonntag, 5. September, 10.30 Uhr in der Elmshorner Ansgarkirche vortragen.
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