NORDDEUTSCHE RUNDSCHAU
Beschlossen: Neumühlener Weg wird ausgebaut
Kellinghusen. Der Ausbau-Streit um den Neumühlener Weg scheint beendet. Der städtische Bauausschuss hat dem 670 000 Euro teuren Projekt während seiner jüngsten Sitzung im Bürgerhaus jetzt zugestimmt, die letzten noch offenen Fragen der Anlieger sind beantwortet worden. Ausgebaut werden soll der obere Bereich des Neumühlener Weges von der Overndorfer Straße bis zur Gerber straße (350 Meter). Laut Verwaltung ist der Weg in einem sehr schlechten Zustand. Parallel zum Straßenbau sollen auch Regenwasser- und Schmutzwasserkanal erneuert werden.
Wichtig für die Anwohner: Der Neumühlener Weg, bisher als Anliegerstraße klassifiziert, wird künftig als Haupterschließungsstraße eingestuft. Das hat gravierende Auswirkungen auf die Ausbaubeiträge. Denn bei Anliegerstraßen müssen die betroffenen Anwohner 90 Prozent der Kosten tragen, bei Haupterschließungsstraßen jedoch nur 50 Prozent.
Der Bauausschussvorsitzende Volker Ballin (Kellinghusener Liste) hatte diese Sichtweise bereits bei der vorherigen Sitzung angedeutet, die Verwaltung hat diese Aussage jetzt noch einmal untermauert. Im Neumühlener Weg gibt es selbst nur 60 Grundstücke. Erschlossen über die Straße werden jedoch auch 49 Grundstücke im Gebiet Hamelsberg, acht im Ritterskamp und 13 in der Gerberstraße. Darüber hinaus nutzen andere Autofahrer, Linien- und Schulbusse sowie im Sommer landwirtschaftliche Fahrzeuge die Strecke. Fazit: Da der durchgehende innerörtliche Verkehr mehr als 50 Prozent ausmacht, ist der Neumühlener Weg als Haupterschließungsstraße einzustufen.
Schon bei der vorherigen Sitzung nannte Volker Ballin auch konkrete Zahlen, die nach einem Ausbau der Straße auf die Anlieger zukommen werden: Beitragspflichtig sei ca. eine Summe von 400 000 bis 410 000 Euro, die dann zu 50 Prozent von den Anliegern zu zahlen sei. Pro anrechenbaren Quadratmeter seien dies 3,70 bis vier Euro für die Grundstückseigentümer.
Unter den drei verschiedenen Ausbauvarianten "ist die Variante B favorisiert worden", betonte Ballin. Diese sieht einen Ausbau der Fahrbahn in Asphaltbetondecke oder Verbundsteinpflaster - je nach Angebotspreis - vor. Auf östlicher Seite wird ein Gehweg in Betonpflaster hergestellt, der bis zur Grundstücksgrenze verläuft. Auf einen Grünstreifen wird verzichtet. Auf der anderen Straßenseite gibt es nur einen Rasenstreifen, keine Pflasterung.
Die Bauausschussmitglieder folgten einstimmig dem Beschlussvorschlag. "Wenn die Anwohner sich damit anfreunden können, können auch wir nichts dagegen haben", betonte der CDU-Politiker Günther Lettmann.
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