NORDDEUTSCHE RUNDSCHAU
Auch St. Michaelisdonn stimmt für Einführung der Doppik
St. michaelisdonn. Vor rund drei Monaten stimmten die St. Michler Gemeindevertreter gegen die Einführung der Doppik, als neues EDV Programm für die Amtsverwaltung. St. Michel wollte damit ein Zeichen setzten und sich nicht alle Reformen bedingungslos überstülpen lassen. Es stand auch die Hoffnung im Raum, weitere Amtsgemeinden wären gegen das neue Computerprogramm. Dem war aber nicht so. Kämmerer Udo Albrecht sagte: "St. Michel ist die einzige der 14 Amtsgemeinden, die der Einführung von Doppik nicht zugestimmt haben." Nach Albrecht Ansicht könne das problematisch werden: "Derzeit arbeiten wir mit vier Ämtern zusammen an der Einführung. So ein Riesenprojekt kann man nicht allein machen." Albrecht sagte zwar auch, "wir können die Vorgänge für St. Michaelisdonn zwar auch weiter nach der Kameralistik bearbeiten, doch sollte es für das Programm keine Software mehr geben, muss St. Michel die Kosten für die Umstellung allein tragen." Der Geleitzug sei dann weg.
"Das ist alles kein Argument der Einführung von Doppik zuzustimmen", konterte Joachim Rohde und gab zu bedenken, "auch das Land fährt weiter mit der Kameralistik." Für Rohde ist die Einführung der Doppik unnütze Geldausgabe. Udo Albrecht: "Der Amtsausschuss hat Doppik befürwortet und vertritt die Ansicht, wir kommen um die Einführung nicht mehr herum."
Bürgermeister Volker Nielsen war skeptisch: "Begeistert bin ich auch nicht von der Doppik, anderseits, müssen uns in das System eingliedern." Arnold Meyer stellte fest, "wir bezahlen die Einführung doch schon mit der Amtsumlage, sparen letztendlich kaum etwas, wenn wir der Doppik nicht zustimmen." Für Meyer war die Debatte ein Zeichen, für die Schieflage im Amtsausschuss. "Die kleinen Gemeinden haben zu viel Einfluss, wir müssen bezahlen."
Zur Abstimmung um die Einführung von Doppik sagte Nielsen: "Es sollte für jeden eine Gewissensentscheidung sein." Holger Jürgens stellte den Antrag, der Einführung von Doppik zu befürworten. Dem stimmten 14 Gemeindevertreter zu, nur Joachim Rohde blieb standhaft und stimmte dagegen.
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