WILSTERSCHE ZEITUNG
150 Unterschriften gegen Armut
Der FDP-Abgeordnete Jürgen Koppelin nahm die Unterschriftensammlung aus den Händen der Schulsprecher Saskia Merwitz und Daniel Hermann sowie Lehrerin Inke Ratjen entgegen. Foto: wittmaack
Krempe. Alle drei Sekunden stirbt ein Kind an den Folgen extremer Armut. Die Aktion "Deine Stimme gegen Armut" will helfen, diese Situation zu ändern. Auch das Schulzentrum Krempermarsch beteiligt sich und hat rund 150 Unterschriften zusammen getragen, die dem FDP-Bundestagsabgeordneten Jürgen Koppelin übergeben wurden.
"Deine Stimme gegen Armut" ist die deutsche Plattform des "Global Call to Action Against Poverty" (GCAP), einer internationalen Kampagne, die sich in 112 Ländern für ein Ende der Armut engagiert. In Deutschland setzt sich der Dachverband der entwicklungspolitischen Nichtregierungsorganisationen in Deutschland, kurz VENRO, in Zusammenarbeit mit Herbert Grönemeyer und befreundeten Fachleuten aus der PR- und Medienbranche für die Umsetzung der Millenniumsentwicklungsziele (MDG) durch die Bundesregierung ein. Mit Hilfe von Konzerten und Unterschriftensammlungen soll die Regierung an die Millenniumserklärung der Vereinten Nationen aus dem Jahr 2000 erinnert werden, laut der bis 2015 Armut und Hunger auf der Welt um die Hälfte verringert oder sogar ganz beseitigt werden sollen.
In Krempe engagierte sich Lehrerin Inke Ratjen für die Aktion. Gemeinsam mit den Schülersprechern Saskia Merwitz und Daniel Hermann ging sie auf Unterschriftensammlung. "Wir möchten uns dafür stark machen, dass mehr Geld für die Armutsbekämpfung in Dritte-Welt-Ländern ausgegeben wird", erklärte Ratjen. Koppelin versprach, die Kremper "Stimmen gegen Armut" in Berlin direkt an Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel zu übergeben. Als Mitglied des Haushaltsausschusses entscheidet Koppelin in den kommenden Wochen mit, in welche Regionen und in welcher Höhe deutsche Entwicklungshilfe zukünftig fließen wird. Aus Sicht des FDP-Politikers sei bei dem Thema die Bildung besonders wichtig, gefolgt von der Entwicklung des ländlichen Raumes, sowie dem Kampf gegen Krankheiten wie Malaria und AIDS.
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