NORDDEUTSCHE RUNDSCHAU

 

Wasserwerk wird aufgerüstet

11. Februar 2012 | 04:10 Uhr | Von Joachim Möller

Wassermeister Matthias Kröger im Keller: Die Anschlussrohre für den neuen Wasserbehälter wurden bereits 1984 verlegt. Foto: Möller

424 000 Euro werden für neuen Reinwasserbehälter und Steuerungstechnik investiert

Hohenlockstedt. Trotz der kalten Temperaturen - die Arbeiten am Wasserwerk Hohenlockstedt gehen gut voran. Seit September wird ein zweiter Reinwassberhälter errichtet. Auch die Notstromversorgung wird modernisiert. Im März/April - je nach Wetterlage sollen die Arbeiten beendet sein. Anschließend folgt noch die Umrüstung der Technik auf den neuesten Stand. 424 000 Euro hat die Gemeinde für Bau und Umrüstung im vergangenen und in diesem Jahr bereitgestellt.

Für Bürgermeister Bernhard Diedrichsen sind die Arbeiten dringend erforderlich. Besonders der zweite Wasserbehälter sei für die Grundversorgung der Bürger notwendig. Eigentlich müssten Wasserwerke einen Tagesbedarf vorhalten, in Hohenlockstedt wären das zirka 1000 Kubikmeter. Doch bisher könnten nur 500 Kubikmeter gespeichert werden. Deshalb werde jetzt ein zweiter Tank errichtet. Und die zweite Notwendigkeit zum Bau: Fällt der eine Speicher aus, sitzt Hohenlockstedt ohne Wasser da. Denn es gibt keine Leitungsverbindungen zu benachbarten Zweckverbänden oder Wasserwerken, die im Notfall einspringen könnten. Allerdings haben die Bauherren des gemeindlichen Wasserwerkes 1984 vorgesorgt: Beim Bau wurden die erforderlichen Rohre für einen zweiten Reinwasserbehälter gleich mit verlegt", sagt Wassermeister Matthias Kröger. Für diese Baumaßnahmen hat die Gemeinde 2011 bereits 214 000 Euro in den Haushalt eingestellt. In diesem Jahr soll dann noch die Steuererungstechnik folgen, dafür sind weitere 201 000 Euro eingeplant. "Der Wassermeister kann dann auch über Laptop von Zuhause eingreifen", sagt Diedrichsen.

Über drei Brunnen - alle bis zu 90 Meter tief - wird das Wasser gefördert, 2100 Haushalte in Hohenlockstedt und Lohbarbek-Nord werden über insgesamt 55 Kilometer Leitungen beliefert. "1984 wurde weitsichtig gehandelt, wir könnten noch mehr Haushalte mit Wasser versorgen", betont Diedrichsen.


 

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