NORDDEUTSCHE RUNDSCHAU
Rund fünf Millionen Euro
Finanzspritze für Klinikum Itzehoe
Neubaupläne: Dr. Ernst Wilms (links) erläutert Minister Dr. Heiner Garg die Pläne für den Umbau der Intensivstation. Foto: Rother
Itzehoe. Warmer Regen in frostigen Zeiten: Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg (FDP) besuchte gestern das Klinikum Itzehoe - und er hatte frohe Kunde dabei: Der Minister überbrachte einen Förderbescheid in Höhe von 5,1 Millionen Euro. Geld, das für die umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen verwendet werden soll. Vorgesehen ist die Finanzspritze vor allem für den Bauabschnitt V, der insgesamt fast zehn Millionen Euro kosten wird.
Das Herzstück der Planungsphase V ist der Umbau der Intensivstation im 1. Obergeschoss. Zu enge Räume, zu wenig Platz für Behandlung und Mitarbeiter - so das knappe Fazit von Dr. Ernst Wilms, der dem Minister das Vorhaben erläuterte. Zudem sei die Station nicht mehr auf aktuellem Stand. Habe es früher meistens kardiologische Probleme gegeben, so sei heute die Beatmung ein wesentlicher Faktor auf der Intensivstation, so Wilms. Zudem habe sich bei Patienten mit Herzinfarkt auch die Liegezeit deutlich verändert. Seien es vor 30 Jahren noch rund sechs Wochen gewesen, so blieben die Patienten heute meist nur noch vier Tage.
Neben Überwachungsbetten werden auch zwei Einzelzimmer für Infektionspatienten eingerichtet. Und auch die Kapazität der Abteilung werde nach dem Umbau vergrößert. Zudem werden im Erd- und Untergeschoss die Personalräume, das Restaurant und die Medizintechnik erweitert. Des Weiteren soll der Hubschrauber-Landeplatz auf das Dach des Haupthauses verlegt werden. Und dort, wo bisher der Helikopter niedergehen konnte, sollen anschließend Parkplätze entstehen. Diese Maßnahme sei allerdings nicht förderfähig, betonte Klinikdirektor Bernhard Ziegler.
"Die 5,1 Millionen Euro sind hier gut investiert. Wir gewährleisten, dass die Menschen in der Region jetzt und in Zukunft flächendeckend eine qualitativ hochwertige stationäre Versorgung vorfinden", stellte Heiner Garg fest.
In feierlichen Rahmen dankten Klinikzweckverbandsvorsteher Dr. Reinhold Wenzlaff (CDU) und Ziegler dem Minister für die Unterstützung. Diese sei wichtiger denn je, damit dass Krankenhaus in Itzehoe - nach Kiel und Lübeck das drittgrößte in Schleswig-Holstein an einem Standort - als kommunale Einrichtung auch in Zukunft wettbewerbsfähig bliebe. "Das gelingt nur, wenn man stetig in Mitarbeiter und Gebäude investiert", erklärte Wenzlaff.
Einig waren sich alle, dass sich die Aufgaben der Krankenhäuser in Zukunft stark wandeln werden. Der Fachärztemangel auf dem Land sei ein Grund dafür, dass auf den stationären Bereich künftig auch andere Betätigungsfelder zukommen. Zudem würden die Patienten immer älter, und immer öfter käme es vor, dass diese zu ihrer akuten Krankheit auch eine Demenzerkrankung aufwiesen.
Leserkommentare
Lust auf mehr? Die Norddeutsche Rundschau jetzt
2 Wochen kostenlos testen.






Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben. Anmelden
Warum muss ich mich anmelden/registrieren?
shz.de distanziert sich prinzipiell von allen in den Leserkommentaren geäußerten Meinungen ohne Rücksicht auf deren Inhalte. Alle Beiträge in den Leserkommentaren geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen der User wieder.
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien für Kommentare!