LANDESZEITUNG
SPD will den Dorfkern entschärfen
Osterrönfeld. Die SPD will nicht warten, bis sich ein schwerer Unfall ereignet. Die Osterrönfelder Fraktion will jetzt handeln. Die Sozialdemokraten sorgen sich um die Sicherheit der Radfahrer im Dorfzentrum und fordern in einer Pressemitteilung die Einrichtung von Fahrradstraßen. "Wir müssen handeln. Es kommt immer wieder zu kritischen Situationen - zum Glück ist bisher nichts Schlimmes passiert", sagte Fraktionssprecher Matthias Baldes auf Nachfrage der Landeszeitung. Die Radwege entlang der Dorfstraße seien unzureichend dimensioniert.
Das Problem sei seit Jahren bekannt. "Nur gehandelt wurde bislang nicht", betonte Baldes. Da eine bauliche Veränderung in der Dorfstraße und eine Realisierung der vor Jahren angeschobenen Dorfkernplanung auf absehbare Zeit nicht zu erwarten seien, müsse man andere Lösungen finden. Durch die Fahrradstraßen könnten die Verkehrsströme entflochten und auf vorhandene Straßen besser verteilt werden. "Letztendlich würden nicht nur die Radfahrer, sondern auch Fußgänger und Kraftfahrer von der Maßnahme profitieren", erläuterte der Fraktionssprecher.
Der SPD-Plan sieht vor, die Straßen Dorfblick, Schulstraße und Fährstraße in Fahrradstraßen umzuwandeln. Anwohner und Fachleute sollen in die Planung eingebunden werden. "Wir können die Radfahrer nur von ihrer gewohnten Route entlang der gefährlichen Dorfstraße weglocken, wenn die Attraktivität der Alternativen gesteigert wird", begründete Baldes den Vorschlag. Einen entsprechenden Antrag will die SPD-Fraktion am kommenden Donnerstag, 18. März, in die Sitzung der Osterrönfelder Gemeindevertretung einbringen (19 Uhr, Verwaltungsgebäude, Schulstraße 36).
In Straßen, die als Fahrradstraßen gekennzeichnet sind, sind Radfahrer bevorrechtigt. Der Kraftfahrzeugverkehr ist normalerweise ausgeschlossen. Die SPD will Autos aber zulassen. "Diese sind auf Fahrradstraßen aber nur Gast und müssen sich den Radfahrern unterordnen", betonte Baldes. Als gutes Beispiel führte er die Moltkestraße in Rendsburg an.
Die Kosten für die Maßnahme seien relativ gering. "Auf eine Aufpflasterung könnte man zunächst verzichten", sagte der Fraktionssprecher. Dann müsste nur in die Beschilderung und eventuell einige Fahrbahnmarkierungen investiert werden. "So lässt sich ohne viel Aufwand etwas bewirken", meinte Baldes.
Die SPD hofft bereits bei der Gemeindevertretung auf positive Signale aus den anderen Fraktionen. Die weiteren Planungen könnten dann in den Ausschüssen gemeinsam vorangetrieben werden.
Lust auf mehr? Die Landeszeitung jetzt
2 Wochen kostenlos testen.





