LANDESZEITUNG
Drei tolle Tage
Der Rendsburger Herbst holt auf
Rendsburg. Das war ein verheißungsvoller Auftakt für den 36. Rendsburger Herbst: Zur offiziellen Eröffnung strahlte gestern Nachmittag die Sonne wie schon seit Wochen nicht mehr - und Wirtschaftsminister Jost de Jager schaffte es tatsächlich, das Bierfass zügig und ohne Zwischenfälle anzustechen.
RD-Marketing-Geschäftsführerin Anke Samson hatte zuvor bei einem Empfang im Alten Rathaus über die starken Veränderungen des Stadtfestes in den vergangenen 35 Jahren berichtet - auf dem Altstädter Markt sorgte dann eine Konstante des Herbstes für den musikalischen Rahmen - die "Storyville Jazzband" ist seit 32 Jahren fester Bestandteil des Rendsburger Herbstes.
Bürgermeister Andreas Breitner hatte in seiner kurzen Ansprache daran erinnert, dass das Rendsburger Fest eigentlich eine Woche früher hätte stattfinden sollen - und bezeichnete es als einen Coups von Organisator Peter Dünne, sich vom E.ON Hanse-Cup in den sonnigen September-Beginn abdrängen zu lassen.
Wenn das Wetter weiter so mitspielt, dürfen sich die Rendsburger und ihre Gäste auf ein entspanntes und abwechslungsreiches Volksfest freuen. Selten zuvor bot der Rendsburger Herbst eine solche Vielfalt. Schon gestern erlebten die Besucher des Obereiderhafens beeindruckende Bilder, als die Teilnehmer des BMW Sailing-Cups für ihren Wettbewerb trainierten.
Neben den bewährten "Herbst"-Elementen wie der Präsentation der Vereine, Live-Musik aus der Region, viel Kultur und dem verkaufsoffenen Sonntag (12 bis 17 Uhr) gibt es auch in diesem Jahr Neues zu entdecken: Auf dem Altstädter Markt haben Norman Grenda und Ralf Dreeßen sich ein besonderes Programm ausgedacht: Tagsüber wird auf der Bühne gespielt und gekocht - und am Sonntag (ab 10.30 Uhr) gibt es den "Herbst-Talk" - eine unterhaltsame Talkshow zu der Moderator Micha Marc Knierim den neuen Theater-Intendanten Peter Grisebach, "Herbst"-Organisator Peter Dünne, Bürgermeister Andreas Breitner und Harald Jacobsen, den Autor der Rendsburg-Krimis, begrüßt. Fragen aus dem Publikum sind nicht nur erlaubt, sondern erwünscht.
Während der drei tollen Tage erwarten die Veranstalter, wenn das Wetter wie erwartet mitspielt, mehr als 200 000 Besucher. Damit ist die "Sause" nach der Kieler Woche und der Holstenköste in Neumünster das drittgrößte Stadtfest im Lande. "Und Neumünster sind wir ganz dicht auf den Fersen", sagte Anke Samson.
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