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Westerhever

Tourismusverein vermarktet Leuchtturm

20. Juli 2009 | 04:45 Uhr | Von Anne Petersen

Roland Reckziegel begrüßt Dorothee Olle im Gemeinderat. Foto: Anne Petersen

Neue Aufgaben hat der Tourismusverein Westerhever erhalten. Er wird sich künftig nicht nur um das Infohaus am Deichparkplatz kümmern, sondern auch um die Vermarktung von Deutschlands berühmtestem Leuchtturm.

Westerhever. Feierlich verabschiedete Bürgermeister Roland Reckziegel den scheidenden Gemeindevertreter und ersten stellvertretenden Bürgermeister Jann Dircks. "Wir danken Dir für Deine hervorragende Arbeit", drückte Reckziegel seine Anerkennung aus. Jann Dircks hat wegen der Fraßschäden von Nonnengänsen auf seinen Ländereien seine Flächen an die Stiftung Naturschutz verkauft und ist auf einen anderen Hof in St. Peter-Ording gezogen. Die Furcht vor einem Dominoeffekt, wie der Bürgermeister es nannte, steht im Raum.

"Vom Ehrenamt lebt die Gemeinschaft", fuhr Reckziegel fort und hob die große Verantwortung eines Gemeindevertreters hervor. Als Nachfolgerin von Dircks rückte Dorothee Olle in den Gemeinderat ein. "Ich werde mein Bestes geben und hoffe auf eine gute Zusammenarbeit", sagte sie. Zum neuen stellvertretenden Bürgermeister wurde Hauke Jans einstimmig gewählt. Er gehört von nun an auch dem Bau-, Wege-, Umwelt- und Fremdenverkehrsausschuss an und übernimmt zugleich dessen stellvertretenden Vorsitz. Dorothee Olle wählte der Gemeinderat einstimmig in den Ausschuss zur Prüfung der Jahresrechnung.

Nutzungsvereinbarung statt Pachtvertrag

Des Weiteren beriet die Runde über eine Nutzungsvereinbarung mit dem Tourismusverein für das Infohaus am Deichparkplatz. "Es gibt keinen Pachtvertrag mehr, sondern eine Nutzungsvereinbarung", erklärte Reckziegel. Die Gemeinde Westerhever hat auf Wunsch des Vereins das Gebäude erweitert. Sie ist Eigentümerin des Grund und Bodens und der darauf befindlichen Gebäude. Die Erweiterung des Gebäudes wurde vom Tourismusverein zusammen mit von der Kommune eingeworbenen Zuschüssen bezahlt. Der Gemeinde selbst sind unmittelbar keine Kosten entstanden.

Der Verein übernimmt unentgeltlich das Gelände und die darauf befindlichen Gebäude für Zwecke des Fremdenverkehrs, damit aber auch sämtliche eigentümerischen Verpflichtungen, also Steuern, Abgaben und Versicherungen sowie die Pflege, Unterhaltung und Instandhaltung der Anlage. Zudem verpflichtet er sich, die Kommune im Rahmen seiner Möglichkeiten bei der touristischen Infrastruktur zu unterstützen.

Brückengeländer werden zweiseitig angebracht

Fußend auf einem Vertrag der Gemeinde mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt bezüglich der Nutzung des Leuchtturms Westerheversand überträgt die Kommune die Vermarktung sowie den Kartenverkauf für die Besichtigung des Leuchtturms dem Tourismusverein. Ferner unterstützt er den Stockenstieg-Verein mit einer jährlichen Zahlung. Die Vereinbarung wurde mit fünf Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen abgesegnet.

Bezüglich des Stockenstiegs waren sich nach einer Ortsbegehung alle einig, dass die einseitigen Brückengeländer zu unfallträchtig seien. Nun werden die Geländer zweiseitig aufgerüstet und unten eine Festhaltemöglichkeit für Kinder angebaut. Zudem wird das letzte Stück bis zum Drehkreuz aus der Schafbeweidung heraus genommen.

Schließlich teilte Bürgermeister Reckziegel erfreut mit, dass sich der Kostenvoranschlag für Reparaturen der Gemeindewege auf lediglich 5600 Euro beläuft.


 


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