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Mit Zuversicht in die Zukunft
St. peter-ording. Nach Zeiten schwerer Krisen und einem Wechsel in der Leitung hat sich das Nordsee-Internat in St. Peter-Ording völlig neu aufgestellt und blickt voller Zuversicht in die Zukunft, wie der pädagogische Leiter der Einrichtung, Rüdiger Hoff, erklärt. Er ist einer der beiden neuen Vorstände des Hauses. Neben Hoff ist der frühere Geschäftsführer der Firma Schwarzkopf aus Hamburg, Claus Weigandt (57), kaufmännischer Vorstand. Er ist in St. Peter-Ording aufgewachsen und zur Schule gegangen und hat deshalb eine besondere Beziehung zum Nordsee-Internat (NSI).
Ein neues Kuratorium, in dem Fachleute aus ganz Deutschland vertreten sind, hat mitgeholfen, dass das Internat wieder schwarze Zahlen schreibt und Eltern, Schüler und Erzieher voller Freude dabei sind. "Sie haben sich für das Nordsee-Internat entschieden, weil sie hier durch- und aufatmen können," so Hoff. Zurzeit besuchen 125 Schüler das NSI. Die maximale Kapazität für die Aufnahme zum neuen Schuljahr 2011/2012 liegt bei 140 Schülern.
Gemeinsam mit dem neuen Kuratorium hat die Internatsleitung in den vergangenen Monaten auch ein Internatskonzept vorgelegt. Professor Fred Harms (European Health Care Foundation Zürich) gilt als internationale Kapazität auf dem Gebiet des Gesundheitsmanagements. Harms ist Mitglied des Kuratoriums des NSI. Er hat mit der Internatsleitung ein Konzept zur Betreuung von Jugendlichen mit Diabetes entwickelt. Die Zahl der durch Asthma, Allergien und Diabetes gesundheitlich eingeschränkten Kinder steigt in Deutschland kontinuierlich an. Seit Jahren wird das Nordsee-Internat St. Peter-Ording auch von Schülern mit chronischen Krankheiten besucht. Die privilegierte Dünenlage des Internats und das Nordseeklima bieten optimale Bedingungen. "Ein wichtiger Aspekt ist für viele unserer Schüler und Eltern neben dem pädagogischen Konzept die Frage nach der Umgebung, guter Luft, Sport- und Bewegungsangeboten, Qualität der Küche sowie Sauberkeit in den Häusern", so Claus Weigandt. Seit 2010 hat sich das Internat durch Zusammenarbeit mit Fachärzten und der Diabetes-Ambulanz des Westküstenklinikums Heide dahingehend qualifiziert, dass Schüler mit Diabetes im Internat aufgenommen werden können. Hoff: "In Norddeutschland hat St. Peter-Ording mit seinem Konzept ein Alleinstellungsmerkmal." Lediglich zwei Internate in Berchtesgaden und in Rheinland-Pfalz arbeiteten nach einem ähnlichen Prinzip.
Es gibt auch besondere Kurse in Kunst, Musik, Sport und IT. Seminare zur Berufs- und Lebenswegsplanung sowie Auslandsaufenthalte in Neuseeland für sechs bis 18 Monate ohne Mehrkosten werden ebenfalls angeboten.
Das Internat begrüßt es, dass das Nordseegymnasium vom Turbo-Abitur (G8) Abschied genommen hat. Zu viele Fächer, Unterricht bis in den späten Nachmittag und keine Zeit für Hobbys - das bedeute sowohl für Schüler als auch für Lehrer viel Stress. "In St. Peter-Ording gibt es wieder G9, und wir bekommen immer mehr Anfragen aus anderen Bundesländern. Die Entschleunigung tut uns allen gut", so Hoff.
Zu einer Attraktion haben sich die umgestalteten Gästehäuser des Nordseeinternats entwickelt. Im Rahmen der Initiative "Schulen Partner der Zukunft" veranstaltet das Goethe-Institut regelmäßig internationale Jugendkurse im Internat. Die Junior-Akademie für Hochbegabte und regelmäßige Kurse von "Jugend musiziert", "Jugend debattiert" oder "Jugend trainiert" sorgen für weitere Anregungen von Außen.
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