HUSUMER NACHRICHTEN
Großzügige Spende für die DLRG
St. peter-ording. "Wir können von unserem Fenster aus auf unsere ehemalige Werkhalle blicken und verfolgen, wie häufig die DLRG mit ihren Fahrzeugen ausrücken muss und wie ernst sie ihre Übungen nimmt. Als wir hörten, dass noch ein wichtiges Gerät für den hochgeländegängigen Allrad-Rettungswagen fehlt, entschlossen wir uns zu helfen."
Bei der Feier zu seinem 80. Geburtstag verzichtete Ernst Lütjens auf Geschenke, und es kamen 1100 Euro an Spenden zusammen. Die überreichten seine Frau Dora und er jetzt an den Vorsitzenden der DLRG St. Peter-Ording, Johann Stauch. Der überreichte es weiter an den Schatzmeister Wolfgang Bury, dessen Frau Edda, die für die Führung des Archivs zuständig ist, ebenfalls anwesend war.
Nils Stauch, technischer Leiter, freute sich mit den anderen über diesen ersten Grundstock für eine EKG-Patientenmonitor-Einheit, die gebraucht, aber technisch einwandfrei, etwa 6500 Euro kosten wird. "Unser Allrad-Krankentransportwagen fährt bei allen Wasserrettungseinsätzen direkt mit zum Einsatzort, um eine qualifizierte Erstversorgung unmittelbar gewährleisten zu können. Gerne möchten wir die medizintechnische Ausstattung mit diesem Gerät erweitern. Damit können wir die Erstversorgung wesentlich professionalisieren und zusätzliche Patientendaten, wie zum Beispiel Pulsoxymetrie und Elektrokardiogramm für den Rettungsdienst oder Notarzt im Vorfeld erheben."
Seit dem Sommer 2007 rückt die Einsatzgruppe mit ihrem Allrad-Krankentransportwagen zur Unterstützung des Rettungsdienstes in Nordfriesland als "First Responder" aus. Der Vorsitzende Johann Stauch erläutert: "Wir kommen immer dann zum Einsatz, wenn die Rettungswagen des Regelrettungsdienstes nicht innerhalb einer angemessenen Zeitspanne bei einem medizinischen Notfall eintreffen können oder wenn kein geländegängiger Rettungswagen für den Einsatz am Strand zur Verfügung steht. Unser Einsatzpersonal ist entsprechend ausgebildet und überbrückt vor Ort die Wartezeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes." Bei etwa einem Drittel aller Einsätze, in diesem Jahr bis Ende August schon 34, waren es medizinische Anlässe, vom Herzinfarkt bis zur ausgekugelten Schulter, die zu den Notrufen führten.
Auf einem Rundgang durch die Halle konnte sich Ehepaar Lütjens die weitere technische Ausrüstung der DLRG genauer ansehen. Ernst Lütjens: "Wir hoffen, dass es noch mehr Spender gibt, damit die DLRG Ihre segensreiche Arbeit noch qualifizierter fortsetzen kann."
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