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Für Urlauber attraktiv bleiben

29. Oktober 2011 | 06:18 Uhr | Von ieb

Tourismus-Direktor Rainer Balsmeier (l.) und Georg Römer (M.) erläutern Wirtschaftsminister Jost de Jager den geplanten Umbau in der Dünen-Therme von St. Peter-Ording. Foto: vb

Wirtschaftsminister Jost de Jager überreicht Förderbescheid für den Umbau der Dünen-Therme in St. Peter-Ording

St. peter-ording. Ein herzlicher Empfang wurde gestern Wirtschaftsminister Jost de Jager (CDU) in St. Peter-Ording bereitet. Er überbrachte den Zuwendungsbescheid über 5,5 Millionen Euro für das Projekt "Dünen-Therme 2013". Dahinter verbirgt sich eine grundlegende Neugestaltung des Freizeit- und Erlebnisbads für insgesamt 9,1 Millionen Euro. Der 60-prozentige Zuschuss über

5,5 Millionen Euro fließt aus dem Zukunftsprogramm Wirtschaft. "Ich bin sicher, dass die neue Dünen-Therme zu einem Aushängeschild und Besucher-Magneten für die gesamte Urlaubsregion wird", sagte de Jager. Durch den Umbau werde eine Steigerung der Besuche um zwölf Prozent auf rund 225 000 Gäste im ersten Betriebsjahr erwartet. Schmunzelnd betonte er, dass er nicht befangen sei, obwohl er St. Peter-Ording seit Kindertagen kenne. "Das Projekt ist sauber durchgeprüft worden."

In mehreren Phasen soll der Umbau des im Kern 43 Jahre alten Gebäudes bis 2014 umgesetzt werden - und das alles bei laufendem Betrieb. Im kommenden Jahr wird mit dem Eingangsbereich begonnen - er soll geräumiger, lichtdurchflutet und barrierefrei werden. Im jetzigen Dünen-Saal wird eine Ausstellung über den Nationalpark Wattenmeer eingerichtet. In diesem ersten Bauabschnitt wird auch der Außenbereich mit neuen Attraktionen versehen, wie Georg Römer, Leiter der Dünen-Therme, erläuterte. St. Peter-Ording wird dann mit einem Wildbach locken können, der das ganze Jahr über in Betrieb ist. "Ein Alleinstellungsmerkmal in Schleswig-Holstein", betonte Römer. Ferner werden zwei neue Rutschen errichtet: eine Turbo-Rutsche von 40 Meter Länge mit einem Gefälle von 20 Prozent sowie eine 105 Meter lange Reifen-Rutsche. Und es wird ein Wintergarten angebaut. Außerdem wird in dieser Phase die Dünenhalle erweitert. Es sollen mehr Liegeflächen entstehen, wie übrigens in der ganzen Dünen-Therme. Im zweiten Bauabschnitt geht es dann um Wellenbad, Saunaeingang und Kleinkinder-Bereich. Es wird ein Wasserfall mit Grotte angelegt und der Übergang zum Kinderbecken dünenartig gestaltet. Dort sind neue Spielgeräte geplant. Die Sauna erhält einen unabhängigen Zugang.

Wirtschaftsminister de Jager lobte die Initiative St. Peter-Ordings für dieses Projekt und auch die Investitionen in die touristischen Angebote in den vergangenen Jahren. "Eine gute Infrastruktur ist die Voraussetzung, dass Gäste kommen." Dazu gebe auch die Landesregierung ein klares Bekenntnis. Es stehe weiterhin Geld dafür zur Verfügung. Gewaltige 40,3 Millionen Euro hat St. Peter-Ording seit 1995 in seine touristische Infrastruktur investiert, wie etwa in das Gesundheits- und Wellnesszentrum, die Seebrücke und die neue Strandpromenade. Auch der Umbau des Wellenbads zur Dünen-Therme 1997 gehört dazu. 26,3 Millionen Euro finanzierte die Gemeinde selbst, 14 Millionen Euro gab es als Fördergelder von EU, Bund und Land, wie Bürgermeister und Tourismus-Direktor Rainer Balsmeier erklärte. "Und das hat sich gelohnt." Diese Aussage untermauerte er mit einigen Zahlen. So stieg die Zahl der Übernachtungen von 2,03 Millionen im Jahr 2007 auf 2,3 Millionen im vergangenen Jahr, die der Gäste im gleichen Zeitraum von rund 219 000 auf 252 500. Und der Umsatz in Handel, Gewerbe und Dienstleistung im Ort, der zur Berechnung der Fremdenverkehrsabgabe herangezogen wurde, wuchs um gut zwölf Millionen Euro auf 154,59 Millionen Euro an. Die Einnahmen an Gewerbesteuer lagen 2010 bei knapp 1, 8 Millionen Euro. Und das in einem Ort, der eigentlich nur 4200 Einwohner, aber immerhin 3700 Zweitwohnungsbesitzer hat. "Ich danke der Landesregierung, dass sie uns bestärkt hat, diesen Weg zu gehen."

Auch Bürgervorsteher Boy Jöns betonte, dass sich die Investitionen gelohnt haben. "Viele Gäste loben, wie schön der Ort geworden ist." Die Zuschüsse seien hervorragend angelegt worden.

"Ich freue mich auf meine letzten Jahre Schwimmunterricht", sagte der stell vertretende Landrat Uwe Schwalm schmunzelnd, der Lehrer am Nordseegymnasium in St. Peter-Ording ist. Die Dünen-Therme werde eine Perle. Damit würden Arbeitsplätze gesichert. Er hoffe ferner, dass die Region Eiderstedt mit dem zugewiesenen Schwerpunkt Tourismus und ohne Windräder glücklich werde.


 


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