HUSUMER NACHRICHTEN
Flug rund um Afrika
Winterpause nach 16 400 Kilometern
Zwischenstopp in Äthiopien: Ministerin Zenebu Tadesse empfängt Uwe Thomas Carstensen in Addis Abeba. Foto: hn
Husum. Die erste Etappe ist beendet: Seit 1. November sind der 64-jährige Husumer Privatpilot Uwe Thomas Carstensen und sein Co-Pilot Martin Grohganz unterwegs, um den afrikanischen Kontinent in einer einmotorigen Cessna zu umfliegen (wir berichteten). In Lüderitz in Namibia hatte sie ein kräftiger Sandsturm empfangen, so dass sie aus Sorge um den Motor sofort wieder in Richtung Windhuk gestartet waren. Zwei Tage früher als geplant erreichten sie so das Ziel der ersten Etappe. Rund 16 400 Kilometer haben sie bis jetzt zurückgelegt - vom Startort Hannover über Griechenland, Ägypten, Sudan, Äthiopien, Uganda, Tansania, Malawi, Zambia, Botswana, Südafrika bis nach Namibia. Im Internet beschreiben sie ihre Reise auf der Seite www.globeflight-rallye.com.
"Durch die selbst gesammelten Eindrücke habe ich ein ganz anderes Bild von Afrika gewonnen. Nicht die negativen Nachrichten überwiegen, sondern die vielen positiven aus den bisher besuchten Ländern", stellt Carstensen fest. Dazu beigetragen haben nicht zuletzt die Besuche von Projekten der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) in Uganda, Äthiopien und Tansania. In Jugendclubs, Bildungseinrichtungen und in einem Frauenhaus kamen die Piloten mit jungen Menschen ins Gespräch, die selbstbewusst ihre Lebensplanung angehen. Die von Carstensen und seiner Frau Maria gegründete MUT-Stiftung unterstützt die Projekte der DSW zur sexuellen Aufklärung und HIV-Prophylaxe.
In Addis Abeba wurden Carstensen und Grohganz von der äthiopischen Ministerin für Frauen, Jugend und Kinder empfangen. Dort und im ugandischen Kampala waren sie außerdem zu Gast bei den deutschen Botschaftern. Die lokalen Fernsehsender und Zeitungen berichteten ausführlich über die beiden Piloten und ihre Besuche der DSW-Projekte. In ihrem Flugplan hatten Carstensen und Grohganz aber auch Zeit für touristische Ausflüge eingeplant, um Land und Leute noch besser kennenzulernen. So standen unter anderem die Serengeti, die Viktoria- Wasserfälle und eine Safari im Okavango-Delta auf dem Programm.
Während der Weihnachtspause wird die mit Rosen verzierte Cessna T206H in Windhuk gewartet. Am 5. Februar beginnt dann die zweite Etappe des Afrika flugs mit 13 Zwischenlandungen in Ländern wie Angola, Kamerun und Mali sowie über die Sahara hinweg. Nach rund 12 400 Kilometern in 60 Flugstunden wollen die Piloten am 28. Februar wieder in Hannover landen.
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