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Partner-Suche: Auf ein Neues

13. Februar 2012 | 06:25 Uhr | Von fu

Spar- und Leihkasse zu Bredstedt sondiert Möglichkeiten

Bredstedt. Die nächsten Gespräche laufen bereits. Aber zu den Inhalten möchte niemand etwas Konkretes sagen. Nachdem die Fusionsverhandlungen zwischen der Spar- und Leihkasse zu Bredstedt und der Sparkasse Mittelholstein überraschend beendet worden sind (wir berichteten), suchen die Nordfriesen kurzfristig nach einem anderen Partner oder Lösungen, um ihr Sparkassen-Geschäft in der Region zu sichern.

Ursprünglich wollten die beiden Sparkassen rückwirkend zum 1. Januar 2012 fusionieren. Hintergrund waren nach offizieller Lesart die "zunehmenden regulatorischen Anforderungen", welche die Spar- und Leihkasse zu Bredstedt AG (Sparleika) angesichts des dynamischen Wachstumsprozesses der vergangenen Jahre an die Grenzen ihrer personellen Leistungsmöglichkeiten geführt haben. Rund drei Monate lang wurde verhandelt, kamen unter Einbindung einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft alle Daten und Fakten auf den Tisch. Dann war plötzlich Schluss. Die Begründung: Der Mit arbeiter-Bedarf sei "noch umfangreicher, als dies zu Beginn der Fusionsverhandlungen von allen Beteiligten eingeschätzt worden war". Eine zeitnahe Lösung aber sei für die Sparleika "unbedingt erforderlich".

"Die Sparleika ist angeschlagen, was das Personal angeht. Es sind in der Vergangenheit viele kompetente Menschen von Bord gegangen", räumt Horst ein. "Wir hatten mit einer starken Personalfluktuation zu kämpfen." Mit dem großen Wachstum der vergangenen Jahre in den Geschäftsfeldern Wind und Solar führte das zu Engpässen bei der Bearbeitung von Krediten.

Angesichts von Gerüchten, das Bredstedter Geldinstitut habe sich finanziell übernommen, verweist Vorstandsvorsitzender Rainer Horst auf die Feststellung in einer gemeinsamen Presseerklärung zum Abbruch der Fusions gespräche. Darin heißt es, die derzeit ersichtlichen Risiken seien durch die Risikovorsorge im Jahresabschluss 2011 der Spar- und Leihkasse zu Bredstedt AG "ausreichend abgeschirmt". Parallelitäten zur Flensburger Sparkasse sollen denn auch nicht der Grund sein, warum Mittelholstein aus den Verhandlungen ausgestiegen ist. Ob in Bredstedt nach einem schwierigen Geschäftsjahr allerdings auf Eigenkapital zurückgegriffen werden muss, wird sich erweisen, wenn - voraussichtlich im März - die Bilanz veröffentlicht wird.

Darüber, wie es weitergeht, kann zurzeit nur spekuliert werden. Gespräche von Verantwortlichen der eigenständigen Sparleika-Aktien gesellschaft laufen sicherlich mit ihrer Minderheitsgesellschafterin (25,1 Prozent), der Hamburger Haspa-Finanzholding oder dem Sparkassen- und Giroverband. Nicht auszuschließen sind auch Lösungen mit der Nord-Ostsee-Sparkasse, die sich eigentlich als "natürlicher Partner" der Sparleika sieht, aber in der Vergangenheit wiederholt einen Korb bekommen hatte.

Daran, dass die Sparleika Bredstedt auch in Zukunft kompetenter Partner vor Ort bleiben soll, lässt Vorstandsvorsitzender Rainer Horst keinen Zweifel: "Das Ziel wollen wir um Gottes Willen nicht aufgeben." Dies gelte auch für die Erhaltung der Arbeitsplätze, und davon möglichst viele in der Region. Kompetente Ansprechpartner, schnelle Entscheidungen, Engagement in der Region und dann auch Kundenzufriedenheit - "das macht Sparkasse aus", betont Rainer Horst.


 


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