HUSUMER NACHRICHTEN
Geschäftseröffnung in Husum
Neues Konzept an altem Ort
Husum. Um den Schlaf bringt Quelle Hans-Otto und Sohn Stephan Markowsky schon lange nicht mehr: "Das Thema haben wir abgehakt", sagt der Junior. Dabei ist die berufliche Karriere der beiden aufs Engste mit dem insolventen Versandhausunternehmen verknüpft. Von 1981 bis 1995 arbeitete Hans-Otto Markowsky als Geschäftsleiter des Quelle-Technik-Centers in Husum. Danach übernahm Sohn Stephan den Posten, nachdem er zuvor 16 Jahre lang für Quelle "in ganz Deutschland unterwegs war".
Die beiden Kaufleute sehen den Quelle-Untergang auf Raten nüchtern und reell: "Mit wenig Ware großen Umsatz zu machen - das kann nicht gut gehen", sagen sie. An dem früheren Vorstandsvorsitzenden des Quelle-Mutterkonzerns Arcandor, Thomas Middelhoff, lassen sie daher auch kein gutes Haar. Der habe dem Konzern den Todesstoß versetzt, sind sich Vater und Sohn einig. Außerdem habe sich nach der Schließung von Hertie und Quelle gezeigt, "wie katastrophal sich solche Management-Fehler auf eine ganze Stadt auswirken können".
Donnerstag ist Eröffnung
Doch das ist alles Schnee von gestern. Ab sofort wird nach vorn geschaut: Am Donnerstag (11.) eröffnen Vater und Sohn in den Räumen des einstigen Quelle-Technik-Centers ein eigenes Geschäft: "Markowsky’s 1001 Gelegenheiten". Der Name sei Programm, versprechen sie, und wollen ihre Kunden mit wechselnden Angeboten zu günstigen Preisen bei Laune halten - von einem Euro aufwärts. Sonderposten-Charakter soll der neue Laden aber nicht haben, sagen die Markowskys und freuen sich, schon jetzt eine Vielzahl von Markenprodukten aus verschiedensten Sparten eingekauft zu haben. "Wir bieten hier ausschließlich A-Ware an, also keine zweite Wahl", erläutert Stephan Markowsky. Besonders wichtig ist Vater und Sohn auch das persönliche Einkaufserlebnis: "Wir wollen, dass sich unsere Kunden wohlfühlen, in Ruhe stöbern können und Lust haben, wiederzukommen."
Auf rund 400 Quadratmetern findet der Kunde ein Sortiment, das Deko-Artikel für drinnen und draußen ebenso beinhaltet wie Haushaltswaren, Schuhe oder Textilien. Allein die rund 100 Quadratmeter große Ein-Euro-Abteilung umfasst mehr als 1000 geprüfte Artikel - vom Haarwaschmittel bis zur Marken-Tasche für Navigationsgeräte. Und Monat für Monat kämen neue Produkte hinzu, so die beiden.
Wenn ihre Geschäftsidee von der Kundschaft angenommen wird, soll das Personal nach und nach aufgestockt werden. Neben den beiden Markowsky-Männern zählen derzeit Hans-Ottos Frau Marion und vier 400-Euro-Kräfte zur Belegschaft. "Aber das ist hoffentlich noch nicht das Ende", sagt Stephan Markowsky. Da beide über entsprechende Qualifikationen verfügen, möchten sie mittelfristig auch gern ausbilden. Aber zunächst haben die Kunden das Wort. Die Zeichen stehen gut, zumal die Eröffnung für Vater und Sohn Markowsky ein Heimspiel wird. Die Familie kommt aus Oldenswort und beide haben ihre Beziehungen zu Husum nie aufgegeben. Ein zweites Quelle wird es also nicht geben. Geöffnet sind "Markowsky’s 1001 Gelegenheiten" werktags von 9.30 bis 18.30 Uhr, sonnabends bis 18 Uhr sowie donnerstags bereits ab 9 Uhr.
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