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Niebüll

Spezialeinheit im Kampf gegen Dampf

06. September 2010 | 04:40 Uhr | Von dew

In der Straße "Zum Stellwerk" waren 70 Einsatzkräfte im Einsatz. Foto: dew

Niebüll. Austretendes Ammoniak in der Niebüller Großschlachterei Skare Fleisch löste gestern Vormittag einen Großeinsatz von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Polizei und Rettungsdiensten aus. Der Hausmeister des Unternehmens am Straßenzug "Zum Stellwerk" hatte gegen 10 Uhr im Treppenhaus einen "merkwürdigen" Geruch wahrgenommen und den Hauselektriker verständigt. Beide informierten daraufhin die Niebüller Feuerwache. Einsatzkräfte der Feuerwehr Niebüll-Deezbüll stellten Ammoniakgeruch fest und alarmierten den in Leck stationierten Löschzug Gefahrengut (LZG).

Einsatzkräfte dieser Spezialeinheit entdeckten ein Leck in einem Ammoniak-Behälter. Kurz darauf wurde die schadhafte Stelle des Behälters mit Bordmitteln abgedichtet. Danach sollte versucht werden, einen dauerhaft mechanischen Verschluss an der Schadstelle anzubringen. Nach dem Auslaufen des verflüssigten Gases entstanden Dämpfe, die Schleimhäute und Augen reizten. Durch einen leichten Nordost-Wind zog die Gaswolke über den benachbarten Verbrauchermarkt in Richtung Stadtmitte ab. Der Supermarkt, der Parkplatz davor und der Verkehr durch die betroffene Straße wurde gesperrt.

Vor Ort und in der näheren Umgebung waren 70 Einsatzkräfte, unter ihnen LZG-Spezialisten in besonderer Schutzkleidung. Nach Angaben von Gemeindewehrführer Uwe Mussack wurde niemand verletzt. Die Feuerwehr umschloss den Kern der Schadstelle mit einer "Wasserwand", da Wasser das austretende Gas bindet. Der Einsatz zog sich bis in die Mittagszeit hinein.


 


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