HUSUMER NACHRICHTEN
Feier in Enge
Rückschau auf die Konfirmandenzeit
Enge-sande. Für fünf Jahrgänge von 1956 bis 1960 richtete Die Kirchengemeinde Enge das Fest der Goldenen Konfirmation aus. 66 einstigen Konfirmanden waren angeschrieben worden, 49 nahmen die Einladung an.
Da zwei Drittel von ihnen bis heute in der hiesigen Region (im Raume Nordfriesland) verblieben sind und viele von ihnen sich deshalb seit ihrer Konfirmation zumeist relativ häufig wieder getroffen hatten, war die Zahl derer, die sich am Abend der Begegnung mit fragenden Blicken gegenüberstanden ("Bist du etwa ...?) relativ gering.
Die Stimme vom Band
Eine Frage aber prägte an den Tischen stundenlang die Gespräche: "Weißt Du noch ...?" Dabei kam der - inzwischen verstorbene - Pastor Schneider, der alle fünf versammelten Jahrgänge konfirmiert hatte, naturgemäß besonders oft zur Sprache, nicht zuletzt auch deshalb, weil drei seiner Kinder, davon je ein Sohn und eine Tochter als Goldkonfirmanden, anwesend waren. Zwei von ihnen zählten zum Kreise derer, die die weitesten Anreisen auf sich genommen hatten: Joachim Schneider aus Nideggen (südlich von Düren) und Dörte Rüger (geb. Schneider) aus Buseck (bei Giessen). Erna Dahl (geb. Paulsen) war aus der Nähe von Kopenhagen, Christian-Peter Christiansen aus Frankfurt gekommen. Pastor Schneider war auch dadurch präsent, dass Pastor Thomas Reimers einen Lichtbildervortrag über die Enger Kirche zeigte, der den - technisch aufbereiteten - Originalton des Autors aufwies. Pastor Schneider hatte den Vortrag anlässlich des 600-jährigen Bestehens der Kirchgemeinde Enge gehalten. Weitere Anstöße zum Austausch von Erinnerungen bot eine vom Kirchenvorstand erarbeitete, an alle Goldkonfirmanden verteilte "Zeitung", die reich bebildert ist und die Namen aller Jubilare jahrgangsweise auflistet.
Erfolge und Irrwege
Am Sonntag fand ein betont fröhlichen Gottesdienst statt, der musikalisch von der Organistin Astrid Paulsen und dem von Andrea Weiner geleiteten Gemischten Chor des Gesangvereins "Eintracht Enge" ausgestaltet wurde. Pastorin Anja Nickelsen-Reimers überraschte mit der Mitteilung, die Familie Schneider habe ihr die Konfirmationspredigten aller fünf Jahrgänge zur Verfügung gestellt. Einen Ausschnitt aus der Ansprache des Jahres 1957 fügte sie geschickt in ihre eigene Predigt ein. Diese stellte sie unter einen Leitspruch aus dem Psalm 103 "Vergiss nicht, was Gott dir Gutes getan hat". Beim Rückblick auf die frühe Nachkriegszeit, der ein rascher wirtschaftlicher Aufschwung folgte, sowie bei der Erinnerung an viele fröhliche und traurige Begebenheiten, Erfolge und Irrwege im Leben der Jubilare habe sich bewahrheitet, dass Gott, der seinen Segen gespendet habe, ein verlässlicher Begleiter gewesen sei.
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