HUSUMER NACHRICHTEN

 

Vier Schulen - ein Vertrag

30. November 2009 | 04:50 Uhr | Von Udo Rahn

Eine Kooperation zwischen Husumer Schulen soll Lehr- und Lernkultur fördern. Die Vereinbarung sorgt auf allen Seiten für Zufriedenheit.

Nach der Vertragsunterzeichnung: Schulleiter Bodo Mokwinski, Peter Empen, Klaus-Rainer Becker und Eckhardt Schulz (sitzend, von links) mit Bürgermeister Rainer Maaß, Horst Deyerling (Kreis-Schulausschuss), Schülervertretern Dennis Hußfeldt und Karola Laß, Elternvertreterin Beate Michalek sowie Schülervertretern Melina Aghra und Melanie Hansen (stehend, von links). Foto: rah

Der große Bahnhof unterstrich den Stellenwert des Projektes: "Vier Schulen - ein Vertrag", den es im Kino-Center zu besiegeln galt. Dazu empfingen Sigrid und Hans-Lorenz Hartung mit ihrem Team neben Schülern und Schülervertretern die Leiter der Beruflichen Schulen des Kreises, der Gemeinschaftsschulen Nord und Ferdinand-Tönnies-Schule sowie der Rektor-Siemonsen-Schule. Dazu noch Landrat Dieter Harrsen, politische Vertreter und Bürgermeister Rainer Maaß.

Letztgenannter freute sich, "dass nun das, was an den Schulen schon praktisch gelebt wird, auch besiegelt werden soll". Wichtig sei, Schule mit den vielfältigen Möglichkeiten zum Wohl der Schüler zu gestalten. Es müsse jedem klar werden, dass auch Hauptschüler Professoren werden können. Harrsen erklärte, Unterricht sei genauso wichtig wie Sozialarbeit an den Schulen. "Das ist der richtige Weg: Vernetzung und Zusammenarbeit", bekräftigte der Landrat. Den Schülern rief er zu, kritisch zu sein und sich einzubringen.

Nachhaltiger und effektiver

Dennis Hußfeldt, Schülervertreter der Beruflichen Schulen, verwies auf die Bedeutung der fixierten Rahmenbedingungen: "Es wird für uns einfacher, sich zu orientieren oder Lehrpläne einzusehen." Bodo Mokwinski, Chef der Beruflichen Schulen: "Wir schließen den Vertrag, um die Zusammenarbeit noch nachhaltiger und effektiver zu gestalten. Sie, liebe Schüler, stehen dabei im Mittelpunkt." Die Arbeit seiner Einrichtung sei vielschichtig, betonte er. 13 Berufsfelder zeigten die große Bandbreite. 209 Lehrkräfte betreuten zurzeit 4213 Schüler. 20 Prozent der Gemeinschaftsschüler machten ihr - übrigens vollwertiges - Abitur: "Das ist kein Fachabitur, sondern ein Abitur wie an den Gymnasien."

Eckhardt Schulz, stellvertretender Leiter der Rektor-Siemonsen-Schule, sieht die Verzahnung auch für Hauptschüler als ganz wichtig an. Gerade die schulübergreifenden Laufbahn-Beratungen könnten ihnen praktische Chancen für die Zukunft zeigen, ganz zu schweigen von der Möglichkeit der höheren Bildungsabschlüsse. Der Leiter der Ferdinand-Tönnies-Schule, Peter Empen, bedankte sich bei Mokwinski. Er sei Motor für den Kooperations-Gedanken gewesen.

So schritt man also zur Tat und unterzeichnete den Vertrag. Der Schauplatz war übrigens deshalb ausgewählt worden, weil sich die Schüler im Rahmen der "Schul-Kino-Woche" den Film "Ein Teil von mir" ansehen durften. Der Titel gab Klaus-Rainer Becker, Chef der Gemeinschaftschule Nord, das Stichwort für einen Hinweis: Die Beruflichen Schulen seien sozusagen auch Teil der Gemeinschaftsschulen - wegen der Bildungsmöglichkeiten.




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