HUSUMER NACHRICHTEN
Grüne wollen für autofreie Innenstadt kämpfen
Husum. "Der Plan für ein Radwegekonzept hat uns begleitet, seitdem es uns Grüne in Husum gibt", stellte Fraktionschefin Irene Fröhlich fest. "Und jetzt, wo es da ist, müssen wir uns an die rasche Umsetzung machen." 30 000 Euro sehe das Konzept für mehr Verkehrssicherheit der Radfahrer vor. Aber das sei ihr noch nicht genug, sagte sie in einem Redaktionsgespräch mit unserer Zeitung. "Wir hoffen auf zusätzliche Maßnahmen, um das Fahrradfahren in Husum noch attraktiver zu machen."
Zwei Bereiche haben die Grünen dabei besonders im Auge: "Einmal die Süderstraße, die die SPD wegen der Problematik der zu engen Fahrbahn einfach aus dem Konzept ausgegliedert hat - das geht natürlich nicht", so Fröhlich. Hier gebe es aber den Vorschlag der Verwaltung, dass stadteinwärts auf dem Gehweg gefahren werden dürfe - mit einem Schlenker um das Handwerkerhaus herum. Das hier eine Regelung her müsse, ist für Fank Hofeditz unumgänglich: "Für Radfahrer ist jeder Meter entscheidend", erläutert das andere Fraktionsmitglied der Grünen im Stadtvertreterkollegium. "Wenn vorgegebene Lösungen fehlen, suchen die sich schnell eigenständig Abkürzungen."
Der andere Knackpunkt ist der Bereich Großstraße/Norderstraße, aus dem die Grünen den individellen Autoverkehr verbannen möchten: "Da sollte es nur zeitlich begrenzte Haltepunkte für Zulieferer und Fahrzeuge geben, die zum Beispiel alte Menschen zum Arzt bringen", so Fröhlich. Natürlich dürften Busse und Taxen den Bereich weiterhin befahren. "Aber den Durchgangsverkehr wollen wir da heraus haben." Sie sieht eine Chance für die Durchsetzung, wenn die Westtangente geschlossen ist und die Zufahrt zum Parkhaus geändert werde: "Dann müssen wir den Kampf aufnehmen, um die Großstraße zur verkehrsberuhigten Zone zu machen." So wie es jetzt sei, könne es auf keinen Fall bleiben. Hofeditz: "Hier sind die Bedürfnisse der einzelnen Verkehrsteilnehmer einfach nicht sinnvoll verknüpft."
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