HUSUMER NACHRICHTEN
Niebüll
Bürger unterstützen Bürger
Niebüll. Im Zuge der bundesweiten Aktion "Engagement schlägt Brücken - Freiwilligendienste aller Generationen" hat in Niebüll eine Bürger-Anlaufstelle ihre Arbeit aufgenommen. Im Gebäude des Amtes Südtondern - Zimmer 1.04 im ersten Stock - ist das Service-Büro eingerichtet, das vorerst jeden Mittwoch von 9 bis 12 Uhr besetzt ist. Hierher können sich Freiwillige wenden, die sich ehrenamtlich engagieren und helfen wollen, aber auch Bürger, die ihrerseits Hilfe benötigen.
Ansprechpartner ist Erwin Helmut Stauss aus Leck. Kooperationspartner des Niebüller Büros ist der Kreis Nordfriesland. Koordinatorin und Vertreterin des Kreises in dieser Sache die Gleichstellungsbeauftragte Sylke Emmermann.
Ideen sind gefragt
Die Einrichtung wurde gegründet um dort einzuspringen, wo der Staat nicht mehr alle notwendigen Leistungen gegenüber seinen Bürgern erbringen kann. Sie koordiniert Angebot und Nachfrage: Freiwillige können sich melden und ehrenamtliche Hilfen anbieten. Bürger, die Hilfe brauchen, können Dienste der ehrenamtlichen Helfer nachfragen. Angesprochen sind Menschen aller Generationen. Im Servicebüro besteht ferner die Möglichkeit, sich über Einsatzfelder zu informieren oder selbst konkrete Arbeitsfelder zu schaffen. "Man muss sich nicht immer längerfristig festlegen", sagt Strauss. Es genüge auch, sich für ein bestimmtes Projekt zu verpflichten. "Je nach individueller Interessenslage", fügt er hinzu.
Schulungen
Wer sich ehrenamtlich für acht Wochenstunden engagiert, kann kostenfrei an einer Schulung teilnehmen, in der es um soziale Kompetenz geht, um das Managen von Veranstaltungen und Projekten, um Rechtsfragen, Öffentlichkeitsarbeit, Beratungskompetenz und Arbeit mit Kindern. Kontakt unter Telefon 0800/0800676.
Förderung bis 2011
Das Pilotprojekt unter dem Titel Engagement schlägt Brücken Freiwilligendienste aller Generationen wurde 2009 im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gestartet. Bis einschließlich 2011 stehen für dieses Programm insgesamt 25 Millionen Euro zur Verfügung, damit bereits bestehende ehrenamtliche Strukturen ausgebaut und vernetzt werden können. 46 Leuchtturm-Projekte sind im Bundesministerium in Zusammenarbeit mit den Ländern ausgewählt worden. Im Kreis Nordfriesland gibt es die drei Modellregionen Südtondern, Mittleres Nordfriesland sowie Föhr und Amrum.
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