HOLSTEINISCHER COURIER
Mit heißem Samba gegen dumpfe Intoleranz
Neumünster. Fruchtgummis aus Costa Rica, arabische Falafel, brasilianische Cocktails und vegetarische Gerichte: Kulinarisch multikulturell und friedlich ging es auf dem internationalen Sommerfest am Sonnabend zu. "Wir wollen die kulturelle und demokratische Vielfalt und Lebensfreude zeigen und damit ein Zeichen gegen Rechts setzen", erklärte Sönke Jahn vom Verein für Toleranz und Zivilcourage, der zum zweiten Mal das Fest mit dem Bündnis gegen Rechts organisierte.
Mehrere hundert Besucher kamen zum Postparkplatz, wo sich ein Dutzend Verbände, Parteien und Vereine präsentierten.
"Das sind Donnertrommeln", erklärte Petra Rothenburg-Bahr vom Dritte-Welt-Laden Omar (13), Ibrahim (11), Ferdi (12) und Abud (8), hielt ihnen die Röhren an die Ohren und ließ sie Rasseln schwenken.
Die Sinne schärfen hieß es am Stand vom Bündnis 90/Die Grünen: Dort musste man Nudeln, Steine, Beeren und Getreidekörner ertasten. Die deutsch-arabische Gesellschaft servierte herzhafte Falafel und frische Salate, Tischkicker und andere Spiele waren umlagert, während Talip Karabiyik und Sükran Salmann von der Saz-Gruppe des Alevitischen Kulturvereins mit türkischen Volksliedern die Musik starteten. Mit lässigem Jazz und Swing folgte das Quartett "Bumskopp", Funk und Groove spielte die IGS-Band "Capsaicin", ehe es mit Ska und Punkrock von "Robinson Krause" und "Emily" abends heftiger wurde. Brasilianische Lebensfreude pur verbreitete die leicht bekleidete Silvana mit temperamentvollem Samba.
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