HOLSTEINISCHER COURIER

 

Letzter ISAF-Einsatz

Vor der Auflösung nach Afghanistan

02. Februar 2013 | 04:20 Uhr | Von Gernot Mader


Die Soldaten, die ab Mitte Februar nach Afghanistan gehen, standen im Mittelpunkt des Verabschiedungsappells. Foto: Mader

Die Soldaten, die ab Mitte Februar nach Afghanistan gehen, standen im Mittelpunkt des Verabschiedungsappells. Foto: Mader

Gestern wurden in Boostedt 101 Soldaten nach Mazar-e Sharif verabschiedet.

Boostedt. Letzter Einsatz für das Instandsetzungsbataillon 166 der Boostedter Rantzau-Kaserne: Gestern wurden 101 Soldaten in den Einsatz nach Afghanistan verabschiedet. Sie werden im Rahmen des 31. Einsatzkontingentes ISAF unter Führung des Kompaniechefs der 5. Kompanie Hauptmann Martin Herold von Februar bis Juli in Mazar-e Sharif arbeiten.

Seit 2007 war das Bataillon an vier Einsätzen mit insgesamt 650 Soldaten beteiligt. Das Besondere dieses Einsatzes ist, dass es der letzte ISAF-Einsatz für das Instandsetzungsbataillon vor der Auflösung ist. "Der zu leistende Beitrag in Afghanistan besteht vor allem in der Erhaltung und Instandsetzung des umfangreichen Materialpools der dort eingesetzten Kräfte", beschrieb der Kommandeur des Instandsetzungsbataillons 166, Oberstleutnant Jörg Mielich, die Aufgaben der Soldaten. "In Afghanistan kommt das modernste Gerät der Bundeswehr zum Einsatz. Dies erfordert Spezialisten", erklärte er. Er beendete seine Rede mit dem Auftrag an Martin Herold: "Bringen Sie alle Kameraden wieder heil nach Hause!"

Neumünsters Stadtpräsident Friedrich-Wilhelm Strohdiek ging in seiner Rede auf die jahrzehntelange Verbundenheit der Stadt zur Bundeswehr ein und versprach: "Die Stadt Neumünster steht an ihrer Seite". Als Zeichen der Verbundenheit überreichte er den Soldaten ein originales Ortsschild. Sie sollen es als ein Stück Heimat mit an ihren Einsatzort nehmen. Auch Militärpfarrer Jan-Dirk Weihmann sprach einen Wunsch für die Soldaten aus: "Ich hoffe, dass die Zeit schnell vergeht und ich sie alle bald heil und unversehrt an Leib und Seele hier wieder treffe". Mit einem dreifach kräftigen "INST-Hurra", dem Schleswig-Holstein-Lied und der Nationalhymne endete der Verabschiedungsappell.


 
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