HOLSTEINISCHER COURIER
Boostedt
Neugierig auf den ersten Auslandseinsatz
Boostedt. "Wir sind lange ausgebildet worden. Jetzt empfinde ich eine gewisse Vorfreude, Stolz und Neugier auf das Kommende", beschreibt Hauptmann Martin Herold seine Empfindungen im Vorfeld seines Afghanistaneinsatzes. Der 33-Jährige ist 1980 in die Bundeswehr eingetreten und seit 2007 Kompaniechef des 5. Instandsetzungsbataillons 166 in Boostedt. "Meine Frau Nicole ist mäßig begeistert", gesteht der geborene Dresdner, der mit seiner Familie in Hamburg wohnt. "Neben meiner Frau wird mir sicher mein kleiner Sohn Elias fehlen. Da hoffe ich auf ausführliche Briefe meiner Frau über die Entwicklung von Elias", sagt er.
Auf den Einsatz hat sich Herold mit zwei Erkundungsaufenthalten in Afghanistan vorbereitet. Als kritisch sieht er es an, wenn Soldaten zur Bergung von ausgefallenem Gerät das Lager verlassen müssen. Da müsse man mit Sprengstoffanschlägen rechnen.
Er hat sich vorgenommen, bei aufkommendem "Lagerkoller" gegenzusteuern und dafür zu sorgen, dass die Soldaten vernünftig miteinander umgehen. "In ihrer geringen Freizeit können die Soldaten Freizeit- und eine Fitnesseinrichtung nutzen. Darüber hinaus gilt die Zwei-Dosen-Regelung (Bier) pro Tag", erzählt er.
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