HOLSTEINISCHER COURIER
Ja zur Erweiterung von Lidl in Wasbek
Lidl in Wasbek von oben: Die Erweiterungsfläche auf dem Firmengelände zwischen der A7 (rechts) und der Industriestraße (links) ist orange gekennzeichnet. Ab Juli könnte bereits gebaut werden. Foto: hc
WASBEK. Lidl will seine Betriebsfläche im Wasbeker Gewerbegebiet um rund 13 000 Quadratmeter erweitern (der Courier berichtete). Die erste Hürde in den politischen Gremien dafür ist genommen: Über alle Parteigrenzen hinweg sprachen sich die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses um den Vorsitzenden Hans-Heinrich Doose am Dienstag auf der Sitzung einvernehmlich für die Planung aus.
Rede und Antwort zu dem Vorhaben mit einem Investitionsvolumen von etwa 15 Millionen Euro standen der Lidl-Prokurist Dieter Kopp und der Betriebsleiter Tobias Falkenberg. Danach hat das Wasbeker Lager mit einer derzeitigen Lagerkapazität von rund 26 700 Quadratmetern für 81 Filialen in Schleswig-Holstein das Ende der Fahnenstange erreicht. Die Erweiterung der Produktpalette erfordert nach Aussage von Tobias Falkenberg eine größere Lagerfläche. Dadurch könnte sich Lidl von einem angemieteten Außenlager in Kaltenkirchen trennen und gleichzeitig bis zu 60 neue Arbeitsplätze in Wasbek schaffen. Derzeit sind 145 Mitarbeiter dort beschäftigt. In der Verwaltung arbeiten 40 Mitarbeiter. Gebaut werden soll auf dem Gelände der Firma in Richtung Autobahn.
Trotz der Betriebserweiterung steht nach Aussage von Michael Hinz vom Verkehrskontor Neumünster den Wasbekern kein erhöhtes Lkw-Aufkommen ins Haus. Der Verkehrsgutachter geht sogar davon aus, dass eher weniger Lastwagen das Zentrum anfahren werden. Denn wegen der eingeschränkten Lagerkapazität standen bisher voll beladene Lkw nicht an den Entladerampen. Die Waren mussten, auf mehrere Ladeflächen verteilt, im Bedarfsfall geordert werden. Planungskosten entstehen der Kommune nicht. Lidl kommt für alle Kosten auf, das ist per Vertrag geregelt. Prokurist Dieter Kopp geht davon aus, dass ab Juli gebaut werden kann.
Zu den Erschließungsarbeiten des Bebauungsplanes Nr. 17 (Hofstelle Kühl) mit 24 neuen Baugrundstücken teilte Bürgermeister Bernd Nützel mit, dass die letzten Straßenarbeiten in rund zwei Wochen fertig sein werden. Eigentlich sollte die Erschließung schon zum Jahreswechsel abgehakt sein, doch mit den frostigen Wintertagen wurde den Straßenbauern eine Zwangspause verordnet. Sechs Grundstücke sind nach Aussage des Bürgermeisters bereits verkauft. Für vier weitere Grundstücke sollen feste Zusagen vorliegen.
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