HOLSTEINISCHER COURIER
Neonazis gegen Linke: Stadt genehmigt Demo
Neumünster. Es wird am kommenden Sonnabend noch voller im Zentrum: Die Stadt genehmigte jetzt eine Demonstration gegen den geplanten Aufmarsch von Rechtsradikalen (der Courier berichtete). Veranstalter ist die Vereinigung der Verfolgten des Nationalsozialismus’ und der Antifaschisten. Die Kundgebung soll von 9 bis 14 Uhr auf dem Konrad-Adenauer-Platz vor dem Bahnhof stattfinden. Angemeldet sind 200 Teilnehmer.
Das Brisante: Stadt und Polizei rechnen damit, dass einige Neonazis mit der Bahn zu ihrer Demonstration anreisen werden, die um 11.15 Uhr beginnt. "Auflage für die Gegendemonstranten ist daher, dass der Busbahnhof und die Zugänge zum Bahnhof frei bleiben müssen", erklärt Fachdienstleiter Holger Schwark vom Ordnungsamt. Der Ort für den Auftakt und die Abschlusskundgebung der Rechtsradikalen wurde auch aus Sicherheitsgründen vom Kleinflecken auf den Parkplatz zwischen Schleusberg und Wasbeker Straße verlegt. Schwark: "Der Baufortschritt auf dem Kleinflecken ist schon zu weit. Außerdem liegen dort zu viele Wurfgeschosse herum, etwa Pflastersteine."
Polizeisprecher Sönke Hinrichs rechnet aus Erfahrung damit, dass die Gegendemonstranten versuchen werden, den Umzug der Neonazis zu stören. "Wir müssen das Versammlungsrecht schützen und sind dabei so stark aufgestellt, dass wir die Gesamtlage im Griff behalten", sagte er.
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