HOLSTEINISCHER COURIER
Jugendarbeit hat das Schulklima verbessert
Bornhöved. Ob Eltern, Lehrer oder Gemeindevertreter, in einer Sache sind sich die Beteiligten in Bornhöved einig: Die sozialpädagogische Betreuung von Jugendlichen darf weder in der Schule noch in der offenen Jugendarbeit wegfallen. Darin war man sich auf der Sitzung der Gemeindevertretung einig.
"Ich kenne fast alle Jugendlichen in der Gemeinde", sagt Jugendbetreuer Thomas Feuereisel. "Nach fünf Jahren Jugendarbeit, die vormittags in der Schule beginnt und nachmittags in der offenen Jugendarbeit fortgesetzt wird, ist ein hervorragend funktionierendes Netzwerk entstanden, das wertvolle Hilfestellung für Jugendliche bietet", sagt der Sozialpädagoge. Die Atmosphäre an der Schule sei freundlicher geworden, das bestätigten auch die Lehrer.
Ob im Gespräch, bei Spielen oder auch in der Gewaltprävention, in der die Jugendlichen nach festen Regeln auch richtig Dampf ablassen können - die jungen Leute machen mit. Allein 15 bis 25 Jugendliche arbeiten montags und freitags in der offenen Jugendarbeit mit. "Freiwilligkeit ist das beste Signal für eine erfolgreiche Jugendarbeit", meint Feuereisel. Bis zu den Sommerferien steht ihm auch noch der Jugendsozialbetreuer Stefan Just zur Seite. Nach den Ferien muss die Jugendarbeit neu gestaltet werden.
Unsichere Zuschüsse des Kreises und eine vertraglich nicht fest gestaltete Kostenbeteiligung durch den Schulverband machten die Entscheidungen über das Thema der Finanzierung nicht leicht. Allerdings sollten auch Schulsozialarbeiter nicht von Jahr zu Jahr mit befristeten Verträgen leben müssen, hieß es aus der Runde. Jetzt soll in der Gemeinde für die offene Jugendarbeit eine feste halbe Stelle geschaffen werden. Unter Vorbehalt der finanziellen Beteiligung durch den Schulverband soll die fehlende halbe Stelle für die Schulsozialarbeit ebenfalls unter Dach und Fach gebracht werden. Nur allein wollen Bornhöveds Gemeindevertreter nicht auf den Kosten sitzen bleiben. Vor allem wenn die Kreiszuschüsse sinken, müsse eine tragfähige Vereinbarung mit dem Schulverband gefunden werden, hieß es.
Zustimmung erhielten auf der Sitzung auch die über- und außerplanmäßigen Ausgaben der Gemeinde aus der Jahresrechnung 2009 von rund 78 600 Euro. Die Jahresrechnung 2009 schließt mit einem Überschuss von etwa 106 400 Euro und einer Rücklage von rund 622 000 Euro. Dirk Peter Bünn aus dem Amt Bornhöved erklärte, dass dieses Geld bereits verplant sei: Allein der Aufwand für die Reparatur von Straßenschäden werde bei 146 000 Euro liegen. Für Kindergarten-Erweiterung, Tennenplatzsanierung und Arbeiten im Wasserwerk müssten Kredite aufgenommen werden.
Höhere Gebühren kommen auf die Hundehalter in Bornhöved zu: Beschlossen wurde eine Erhöhung der Hundesteuer um 30 Euro pro Hund.
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