HOLSTEINISCHER COURIER
"Die Vorwürfe von Peta sind haltlos"
Neumünster. Mit Unverständnis haben Tierpark-Direktor Dr. Peter Drüwa und Zoo-Assistentin Nadine Westphal auf Kritik der Tierschutzorganisation Peta reagiert. Der Verein aus Gerlingen hatte dem Tierpark vorgeworfen, er verschwende das durch den Verkauf des Bären Knut eingenommene Geld mit der Neuanschaffung von Tigern.
"Das ist falsch, die Vorwürfe sind haltlos. Die insgesamt 430 000 Euro gehen vor allem in die Neugestaltung des Eingangsbereiches. Mit dem Rest werden einige Gehege saniert", erklärte Drüwa. Der Bau eines neuen Hauses am Eingang mit einem Laden (der Courier berichtete) habe oberste Priorität. "Die Planungen dafür laufen auf Hochtouren. Vielleicht zieht auch die Zooschule dorthin um", ergänzt Nadine Westphal. Die Anschaffung von Tigern, wie sie im Masterplan steht, sei mittelfristig geplant und werde nicht mit dem Knut-Geld verwirklicht.
Peta hatte weiter kritisiert, viele Gehege in Neumünster seien zu klein und viel zu reizarm für die Tiere. Besonders hob die Tierschutzorganisation die Außenanlage der Dingos, die Volieren der Raubvögel, die Braunbären- und die Wildkatzenanlage hervor. Das Eisbärengehege sei gar "das schlechteste in Deutschland". "Bei den Eisbären wird saniert, auch die anderen angeprangerten Gehege stehen bei uns auf der Liste", sagt Nadine Westphal.
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