HOLSTEINISCHER COURIER

 

"Wall of Fame" in der Holstenhalle

Carstensen hinterlässt Eindrücke

03. September 2010 | 04:50 Uhr | Von Oleg Strebos

Regierungschef unter Druck: Der Neumünsteraner Galerist Eckart von Stülpnagel (rechts) hilft Ministerpräsident Peter Harry Carstensen beim Abdruck seiner Hände. Foto: strebos

Neumünster. Die Hände, die das Land Schleswig-Holstein seit 2005 regieren, werden demnächst die noch fast jungfräuliche "Wall of Fame" in der Holstenhalle zieren. Zum Abschluss seines gestrigen Rundgangs auf der 55. Nordbau presste Ministerpräsident Peter Harry Carstensen vor dem Wohlfühlhaus in Halle 7 seine Hände in eine Spezialmasse auf einer Platte. Der Abdruck wird demnächst an der Ruhmeswand im Nordfoyer im Haupteingang der Halle 1 zu sehen sein.

Damit ist Peter Harry Carstensen zwar der erste Politiker, der sich an der Wand verewigt. Der erste Prominente ist er indes nicht. Ende Juli kam ihm dabei der weltberühmte Musiker und Geigen-Virtuose Nigel Kennedy zuvor. "Das ist eine witzige Idee, die man so noch nicht gesehen hat - außer in Los Angeles beim Walk of Fame", sagte der Ministerpräsident, nachdem ihm Eckart von Stülpnagel zuerst beim Festdrücken und später auch beim Saubermachen der Hände behilflich gewesen war.

Von Stülpnagel hatte die Idee zur "Wall of Fame" entworfen. Er wird den gestern Abend noch frischen, grauen Abdruck bearbeiten und die Form von Carstensens Händen mit einer Blattgoldschicht verzieren und sie auf diese Weise noch besser zur Geltung kommen lassen.

Mit sauberen Händen leistete Peter Harry Carstensen dann noch eine Unterschrift mit goldenem Stift auf schwarzem Untergrund, die farblich passend dem Abdruck seiner Hände beigefügt wird. "Und so schnell hat der Mann einen Staubsauger erworben", scherzte von Stülpnagel.

Der amtierende Ministerpräsident lobte die kreative Idee und fühlte sich ein wenig an die Kindheit erinnert: "Ich weiß zwar nicht mehr genau, wie das damals war, aber so ähnlich wird es sich wohl angefühlt haben. Diese Masse ist jedoch ein wenig härter als der Matsch, mit dem man als kleines Kind so gespielt hat", sagte er.

Welcher Prominente als nächster einen bleibenden Eindruck in der Holstenhalle hinterlassen wird, steht noch nicht fest. Peter Harry Carstensen zeigte sich nach dem Rundgang jedenfalls voll begeistert: "Das ist eine tolle Erinnerung. Wenn man später mal wieder hierher kommt, sagt das mehr aus als irgendein Bild."


 

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