HOLSTEINISCHER COURIER

 

Auf Jesus folgt Immanuel

06. Januar 2010 | Von Susanne Meise

Produziert den KielPod: Henry Krasemann Foto: ez.

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Kiel. "Gottes-Sohn.com" heißt der neue Roman von Henry Krasemann. Der Kieler Jurist, der täglich alias Caulius seine Wahrnehmungen in der Landeshauptstadt in einem Podcast verarbeitet, Artikel und Kolumnen für mehrere Zeitschriften und Tageszeitungen schreibt und das Magazin "Gelegenheitsspieler" herausgibt, erzählt darin eine Geschichte mit Humor, Liebe und einem Helden mit tollen Fähigkeiten: Gottes Sohn.

Nach seinem ersten Buch, "Im Traum stehen alle Uhren still", das 2008 erschienen ist und eher im Bereich Mystery anzusiedeln war, hat Krasemann seine Idee verwirklicht, sich eine "etwas andere Superhelden-Geschichte" auszudenken. "Satire mochte ich schon immer", verrät der Kieler. Den Plot fand er in der Kirche. Krasemann: "Bei Predigten kann man die Gedanken leicht etwas schweifen lassen." So entstand über acht Jahre das neue Buch über einen zweiten Sohn Gottes: " ...hatte Gott sich entschlossen, die Menschheit 2000 Jahre nach Jesus erneut mit einem Abkömmling zu beglücken. Ihm war bewusst, dass es in Zeiten der Talk-Shows, des Internets und Twitter sehr schwierig werden würde, die Menschen von den besonderen Qualitäten seines neuen Sohnes zu überzeugen. Es musste verhindert werden, dass er von den Medien zu einem neuen David Copperfield gemacht werden würde, der seine Ideale und Ideen vom Frieden auf Erden nicht weiter als in die Wüste Nevadas tragen könnte. Aber Gott nahm die Herausforderung an."

So kommt in Eckernförde Immanuel als Sohn von Kevin und Angela zur Welt. Die Eltern wissen nicht um die Bedeutung ihres Kindes, und so stellt Gott ihm mit Pastor Johann Teuger einen Vertrauten an die Seite, um das Göttliche zu erlenen. Offiziell erteilt dieser ihm Klavierunterricht, tatsächlich aber lernt er, seine Gaben sinnvoll einzusetzen: "Es brach eine gute Zeit für Kiel an. Nach und nach lernte Immanuel besser seine Fähigkeiten zu kontrollieren. Es war ein psychisches, kein physisches Problem. Immanuel musste Leiden spüren, dann konnte er Wunder wirken." Bei einem Feuer in Elmschenhagen etwa oder in seiner Eckernförder Skateboard-Gruppe. Als er aber versucht, sich seine Fähigkeiten auch bei der Eroberung eines Mädchens zu Nutze zu machen, ist der Ärger mit Gott vorprogrammiert: "Du hast viele Menschen verärgert, nur um ein Mädchen zu kommen. So etwas darfst Du nicht machen."

Als er sein Abitur in der Tasche hat, entscheidet sich Immanuel, als Animateur in einen Ferienclub auf Mallorca zu gehen. Dort vollbringt er so manche Wunder, bis er sich entschließt, zu neuen Ufern aufzubrechen.

"Wie jede gute Geschichte ist auch 'Gottes-Sohn.com' natürlich auf eine Trilogie ausgelegt", sagt Krasemann schmunzelnd. Wann es den zweiten Teil geben wird, sei jedoch noch offen. "Das kommt sicherlich auch ein wenig auf die Reaktionen und den Erfolg des ersten Teils an", so der Autor.


 

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