HOLSTEINISCHER COURIER
Neue Ideen im Parkplatzstreit
Neumünster. In den Streit um den Parkplatzbedarf rund um den Gerisch-Park kommt offenbar Bewegung. Im Bauausschuss stellten die Stadtplaner jetzt Überlegungen vor, auf der Brachenfelder Straße / Hauptstraße zwischen Ring und Hanssenstraße 30 neue Parkplätze zu schaffen.
Möglich würde das durch den Umbau und eine Erweiterung der bisherigen Parkbuchten. Statt wie bislang längs zur Straße würden die Parker dann senkrecht zur Fahrbahn aufgereiht. Statt 15 ließen sich so etwa 45 Parknischen darstellen, rechnete Fachdienstleiter Bernhard Hörst dem Ausschuss vor. Der umstrittene Parkplatz inmitten der Wohnbebauung südlich der Brachenfelder Straße könnte damit entfallen.
Nachteil dieser Variante: Für den Radweg und den Grünstreifen gegenüber des Stiftungsgrundstücks wäre vermutlich kein Platz mehr. Brachenfelds Bürgervorsteher Uwe Holtz zeigte sich dennoch angetan: "Das klingt gut, mit der Schrägaufstellung haben wir gute Erfahrungen gemacht."
Helga Bühse (CDU) hatte dagegen ebenso wie Oliver Sundermann (SPD) Bauchschmerzen mit der ersatzlosen Streichung des Radwegs. Beide verwiesen auf Schulen in der Nachbarschaft. Die Verwaltung soll die Vorschläge daher überarbeiten und nach Möglichkeit zumindest den Radweg für die Schüler retten. Ausschusschefin Helga Bühse forderte darüber hinaus eine Entschärfung an der Einmündung zur Hanssenstraße. Kurzzeitparker vor der Sparkasse würden hier oft genug die Sicht versperren, auch das gefährde vor allem Fahrradschüler, monierte Helga Bühse.
Vom Tisch ist dagegen der Vorwurf, die Gerisch-Stiftung drücke sich um hauseigene Parkplätze vor der Wachholtz-Villa. Die Stiftung hatte die in der Baugenehmigung geforderten elf Stellplätze vor dem Haus zwar eingerichtet, das Tor zum Hof für Autos aber stets geschlossen gehalten. Begründung: Der Zutritt zum Skulpurenpark sei sonst nicht zu kontrollieren. Inzwischen hat die Stiftung auf dem etwa 300 Meter entfernten Famila-Parkplatz elf Stellplätze fest angemietet (wir berichteten). Bauaufsichtlich sei die Akte damit geschlossen, sagte Hörst.
Leserkommentare
Lust auf mehr? Den Holsteinischen Courier jetzt
2 Wochen kostenlos testen.





Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben. Anmelden
Warum muss ich mich anmelden/registrieren?
shz.de distanziert sich prinzipiell von allen in den Leserkommentaren geäußerten Meinungen ohne Rücksicht auf deren Inhalte. Alle Beiträge in den Leserkommentaren geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen der User wieder.
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien für Kommentare!