HOLSTEINISCHER COURIER

 

Gute Laune trotz Eiseskälte

04. Februar 2012 | 06:45 Uhr | Von Klaus Merz

Gemüsehändler Matthias Brandt aus Aukrug-Bünzen hatte gestern vier Lagen an.

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Händler und Kunden des Wochenmarktes wappnen sich mit dicker Kleidung / Selbst Erdbeeren gibt es

Neumünster. Vier Lagen Bekleidung, Heizstrahler und ein "warmes Herz" gehörten zur Standardausrüstung der Anbieter am gestrigen Freitag auf dem Wochenmarkt. Das jedenfalls meinte Beschickerin Wiebke Brandt aus Aukrug-Bünzen. Sie ist seit 15 Jahren dabei und hat schon kältere Tage erlebt. Trotz der niedrigen Temperaturen von fünf Grad Minus herrschte eine gute Stimmung vor und hinter den Verkaufstresen. Eine Kundin interpretierte die vier Lagen Bekleidung auf eigene Art: "Das ist wohl nur problematisch beim Toilettenbesuch."

In den Zelten und Ständen hatten es die Händler mit ihren Heizungen auf um die 9 bis 11 Grad gebracht. Die Temperaturen seien kein Problem, so die übereinstimmende Meinung der befragten Händler. "Wir bieten unser volles Sortiment", meinte Uwe Seismann aus Rendswühren. Lediglich zwei Gasflaschen mehr zum Heizen brauche er. "Bis minus 15 Grad halten wir locker durch", sagte der Gemüsefachmann lachend. Sogar frische Erdbeeren und Kirschen waren auf dem Markt zu finden. Auch Jörg Schwarzer aus Neumünster führte an seinem Käsestand das volle Sortiment. "Von manchen Sorten etwas weniger, aber wir wollen unsere Kunden doch zufriedenstellen."

Und bei denen sah es ähnlich locker und froh gelaunt aus: "Die Händler sind da, und wir bleiben zu Hause, so geht das nicht", scherzte Angelika Rosebrock aus Neumünster. Die Wochenmarkt-Stammkundin fügte an: "Wir brauchen doch was zum Leben." Hazel und Rüdiger Kiekbusch aus Padenstedt konnten dem Marktbesuch bei straffen Minusgraden noch andere Vorteile abringen: "Wir Rentner müssen raus, und hier ist so eine schöne klare Luft. Gegen die Kälte kann man sich ja entsprechend anziehen", meinten beide, die ebenfalls Stammkunden auf dem Großflecken sind.

Insgesamt, so die Händler, kamen auch bei diesen Temperaturen genügend Kunden, und sie konnten gut verkaufen. Die meisten hatten gut zu tun - wie etwa Marion Rathsach, die Glückstädter Gemüse anbot: "Die dickste Jacke habe ich schon ausgezogen." Ein Problem gab es aber doch auf dem Großflecken: Das rutschige Kopfsteinpflaster war nach dem frischen Schneefall gefährlich glatt.


 

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