HOLSTEINISCHER COURIER

 

Brückenbau für die Natur

28. März 2009 | Von lno

Daldorf. Schleswig-Holsteins zerschnittene Naturlandschaften sollen wieder miteinander verbunden werden. Das ist wichtig für den Erhalt der biologischen Vielfalt. Das Land soll dafür mit einem Netz so genannter Lebensraumkorridore überzogen werden. Gestern gaben Umweltschützer und Behörden im Erlebniswald Trappenkamp den Startschuss zu dem Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben "Holsteiner Lebensraumkorridore".

So sollen begrünte Brücken, Tunnel und Röhren zerschnittene Lebensräume verbinden. Knicks und Gebüsche könnten die Distanz zwischen Wäldern überbrücken. Auch Teiche und offenen Sandflächen sollen als "Trittstein-Biotope" Tieren und Pflanzen ermöglichen, wieder größere Entfernungen zu überwinden. Die Projektidee sei nicht von Einzelnen und auch nicht von heute auf morgen umsetzbar, dazu brauche es eine breite Allianz, sagte ein Sprecher.

Die "Holsteiner Lebensraumkorridore" sollen nicht nur Hirschen, Haselmäusen, Fröschen, Schlangen und Grashüpfern helfen, sondern auch den Menschen: Nach Angaben der Polizei stieg die Zahl der Wildunfälle in den vergangenen Jahren stetig: 2008 registrierten Schleswig-Holsteins Behörden insgesamt 1377 Wildunfälle. "Jedes Tier, das die Autobahn via Grünbrücke und Ottertunnel quert, erspart uns Autofahrern eine gefährliche Begegnung auf der Straße", sagte Nicola Brockmüller von der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein.

Das Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben "Holsteiner Lebensraumkorridore" ist ein Kooperationsprojekt, an dem unter anderem die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein und die Landesforsten beteiligt sind.



.www.lebensraumkorridore.de



 

Leserkommentare

 


Lokalausgabe wählen

 
 

SONDERTHEMEN

 


Was suchen Sie?

z.B. "Hotel", "Software", "Müller"

Wo suchen Sie?

z.B. "Flensburg" , "Rote Str."

Wen suchen Sie?

z.B. "Hotel", "Software", "Müller"

Wo suchen Sie?

z.B. "Flensburg" , "Rote Str."

 
INSTITUT50PLUS
Lebendig leben...
Angebote für eine aktive Lebensgestaltung
 
HÄUFIG GELESEN

Ex-Chef von Autohaus legt Geständnis ab

Rund 430.000 Euro an Abwrackprämien soll der Ex-Geschäftsführer eines Autohauses unberechtigt ...mehr

 
 


KONTAKT | IMPRESSUM | AGB | DATENSCHUTZ