FLENSBURGER TAGEBLATT
3 400 Arbeitsstunden für ein neues Feuerwehrgerätehaus
Ein besonderer Tag für die Feuerwehr Grünholz: Mit Gästen, darunter (von rechts) Architektin Simone Schwarz, Klaus Jürgensen, stellvertretender Amtswehrführer, Hans Walter Jens, Amtswehrführer, Kunstschmied Benjamin Petzel und Bürgermeister Wolfgang Rupp, feierte sie Einweihung. Foto: Hamisch
Sterup. Letztlich konnte eine Motte das neue schmucke Feuerwehrhaus im Steruper Ortsteil Grünholz nicht verhindern. Sterups Bürgermeister Wolfgang Rupp war die Freude darüber bei der Einweihung des Feuerwehrgerätehauses anzumerken. Bei der Motte handelt es sich nicht um ein kleines nerviges Tierchen, sondern um eine mittelalterliche Befestigungsanlage, noch sichtbar durch einen kleinen Erdhügel. Doch dieser Erdhügel war Grund für die Denkmalschützer, den ursprünglich angedachten Standort für das Feuerwehrgerätehaus zu verhindern. Die Suche nach einem neuen Standort erwies sich auch deshalb als schwierig, weil die in Grünholz angesprochenen Landwirte keine Bereitschaft zeigten, Land zu verkaufen. Erst Landwirt Asmus Petersen machte durch seine Verkaufsbereitschaft den Neubau möglich.
Was eine Dorfgemeinschaft und eine kleine Wehr an Gemeinschaftsleistung erbringen können, faszinierte die Gäste der Einweihungsfeier. Unter ihnen war Amtsvorsteher Hans Walter Jens, der die 3400 freiwillig geleisteten Arbeitsstunden hervorhob. "Es hat Schneid, was ihr gemacht habt", lobte er die Wehr mit ihrem Chef Claus Clausen.
Die Gemeinschaftsleistung sei darüber hinaus ein Zeichen gelebter Kameradschaft, die durch das neue Haus weiter gefestigt werde. Das neue Haus verfüge auch über einen großen Gruppenraum, der sich auch für Veranstaltungen der Dorfgemeinschaft eignet. Damit sei ein Kommunikationszentrum für den Ortsteil Grünholz entstanden, so Jens.
Dass dieses neue Haus nicht nur ein Zweckbau ist, sondern ein Haus mit dem sich die Dorfgemeinschaft identifizieren wird, macht schon der äußere Anblick deutlich. Ursprünglich sollte die Außenfassade in weiß gehalten werden. Auf Anregung von Marion Hinrichsen wurde ein roter Farbton gewählt und auch der Kunstschmied Benjamin Petzel leistete seinen Beitrag: Aus Metallstücken fertigte er eine Plastik mit dem Namen der Freiwilligen Feuerwehr Grünholz und dem Gründungsdatum 1889.
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