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Breitband

Schnell ins Internet via Funk

25. Februar 2013 | 06:00 Uhr | Von hjk


Der Funkmast von Stenneshöh ermöglicht schnelles Internet. Foto: Hjk

Der Funkmast von Stenneshöh ermöglicht schnelles Internet. Foto: Hjk

Stoltebülls Bürgermeister sieht in LTE-Technik nur Zwischenlösung.

Stoltebüll. Wie gut, dass es im Nahbereich der Biogasanlage Stenneshöh auf einem typischen Angelner Hügel einen rund 30 Meter hohen Funkmast gibt. Dieser steht nicht nur für den üblichen Handy-Mobilfunk zur Verfügung, sondern ist neuerdings zur Empfangs- und Sendestation für Funksignale für den schnellen Internet-Zugang erweitert worden. Das Ganze nennt die Deutsche Telekom LTE-Ausbau, ein Kürzel, das in der Fachsprache Long Term Evolution heißt.

Der Stoltebüller Bürgermeister Hans-Jürgen Schwager zeigt sich rundum erfreut über diese neue Technik-Alternative, mit der die privaten und gewerblichen Nutzer via Funk schneller ins Internet gelangen können. "Ich halte die LTE-Versorgung allerdings nur für eine Zwischenlösung", sagt er. Denn auch die Gemeindevertretung favorisiert die "große Lösung", die innerhalb der nächsten Dekade im gesamten Kreisgebiet die Anbindung an das geplante Glasfasernetz vorsieht. Inzwischen hat das Amt Geltinger Bucht dem Kreis signalisiert, sich an den Planungskosten für eine umfassende Breitbandversorgung zu beteiligen.

Bis zum Anschluss an die Datenautobahn könne, wie Schwager unterstreicht, die LTE-Übertragung über die bisherigen Engpässe hinweghelfen, zumal die Funksignale von Stenneshöh in einem Radius von zehn Kilometern zu empfangen sind. Die Reichweite geht also über Ortsteile wie Gulde und Vogelsangholz ein ganzes Stück hinaus - bis in benachbarte Gemeinden. Das bedeutet: Große Datenmengen lassen sich innerhalb kürzester Zeit versenden und empfangen. "Wir kommen damit unserem Ziel näher, nahezu jedem Interessenten einen schnellen Internet-Anschluss zu ermöglichen", versichern die Anbieter der Telekom.

Ab sofort können die Bürger in Stoltebüll also ihre Fotos, E-Mails und Musikdateien einfach "durch die Luft schicken" - und zwar in ähnlich hohem Tempo wie im Festnetz. Der Empfang funktioniert über einen so genannte Router, der für den optimalen Empfang in Haus und Büro möglichst in Fensternähe platziert werden sollte. Über den Router können mehrere Computer mit dem Internet verbunden werden. Auch viele Smartphones und Tablets beherrschen bereits den neuen Standard. In welchen Haushalten LTE verfügbar wird und welche Kosten auf die Nutzer zukommen, kann jedermann im Internet unter www.telekom.de/via-funk recherchieren - oder beim Fachhändler vor Ort erfragen.


 
Leserkommentare
 
JENS JÜRGENSEN 25.02.2013 11:06
Warum??

Wozu Glasfaser, jedenfalls für den Endkunden, wenn schon LTE die Anforderungen erfüllt? Die eingesetzte Technologie soll sich doch an Anforderungen orientieren und nicht an Werbeaussagen. Und die Entwicklung bei den Funktechnologien bleibt ja auch nicht stehen. Die Anbindung jedes einzelnen Hauses ans Glasfasernetz ist extrem teuer, der Nutzen ist extrem gering. Klingt irgendwie nicht sonderlich sinnvoll, der Gedanke.

Ach, es gibt Subventionen dafür? Ach, es gibt Firmen, die diese Subventionen abgraben wollen und entsprechend dafür werben und Lobbyarbeit betreiben? Naja, wenn es nur fremde Millionen sind, die nutzlos verbrannt werden, dann muss es wohl in Ordnung sein.



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