FLENSBURGER TAGEBLATT

 

Nachwuchs gesucht

Orchester vor dem Neuanfang

02. Februar 2013 | 04:30 Uhr | Von Gunnar Dommasch


Werben fürs Sinfonieorchester: Svea Hofmann, Nina Lorenzen, Burkhard Lange-Seynsche, Lena-Marie Lorenzen, Eva Lina Bosse (v.l.). Foto: gudo

Werben fürs Sinfonieorchester: Svea Hofmann, Nina Lorenzen, Burkhard Lange-Seynsche, Lena-Marie Lorenzen, Eva Lina Bosse (v.l.). Foto: gudo

Ensemble immer weiter geschrumpft. Musikschule sucht junge Instrumentalisten aus Flensburg.

Flensburg. Es wird nicht neu gegründet, aber quasi neu erfunden. Dem 2009 in Eigeninitiative einiger Jugendlicher gegründeten Sinfonieorchester der Musikschule soll frisches Leben eingehaucht werden. Die ursprüngliche Mitgliederzahl von 30 ist inzwischen rapide zurückgegangen.

"Wir waren auf uns allein gestellt - der Nachwuchs blieb aus", bedauert der Leiter Burkhard Lange-Seynsche. Nun wird eine engere Verzahnung mit der Musikschule und deren Instrumentallehrern angestrebt. Zudem will sich das Orchester weiter öffnen: "Alle jugendlichen Flensburger, die ein Orchesterinstrument spielen, sind herzlich willkommen", betont Musikschul-Chef Gabriel Köppen. Das können Studentinnen sein wie etwa Eva Lina Bosse (Oboe). Sie findet es spannend, auch mal mit Fünftklässlern zusammenzuspielen. "Wir alle lernen voneinander - und haben Spaß dabei." Das findet auch Waldorfschülerin Lena-Marie Lorenzen, eine von sechs Streicherinnen im Ensemble. "Es ist schön, Musikbegeisterte anderer Schulen zu treffen." Das Altersspektrum reicht von zehn bis 25 Jahren. Ein Fagottspieler wird gesucht, und Violinen sind immer erwünscht.

Bei den Proben, die immer mittwochs von 18.30 bis 20 Uhr stattfinden, steht aktuell die Feuerwerksmusik von Georg Friedrich Händel im Mittelpunkt; später soll seine Wassermusik hinzukommen oder Dvoraks "Aus der Neuen Welt" in einer für Jugendorchester arrangierten Fassung.

Damit will man früher oder später an die Öffentlichkeit gehen. Burkhard Lange-Seynsche verweist auf bisherige Auftritte an der AVS oder im Audimax der Universität. "Wir wollen uns auch künftig nicht auf reine Klassik beschränken", betont der freiberuflicher Cellist und Cellolehrer. So seien Crossover-Projekte von Barock bis Pop vorstellbar oder Zeitgenössisches, wie in der Vergangenheit die "Magical Mystery Tour" der Beatles. Reizvoll dürften auch geplante Probewochenenden, Freizeiten oder der gemeinsame Besuch von Konzerten des Landessinfonieorchesters mit ermäßigten Karten sein.

Die Proben beginnen am 6. Februar. Interessierte sollen ein "mittleres Niveau", also im Schnitt zwei Jahre Unterrichtserfahrung mitbringen. "Einfach mal vorbeikommen", macht Gabriel Köppen Mut.

Info per Telefon: 141910, 5057952


 
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