FLENSBURGER TAGEBLATT
Schafflund
Grünes Licht für Breitband-Strategie
Schiedsmann Momme Petersen, (links) erhielt einen Restaurant-Gutschein von Amtsvorsteher Jürgen Schrum. Foto: Weiner
Schafflund. Der Amtsausschuss in Schafflund hat sich bei drei Gegenstimmen und drei Enthaltungen dafür ausgesprochen, dass ein Breitband-Koordinator für das Kreisgebiet bei der Wireg installiert wird. Daran änderten auch viele Redebeiträge nichts, die die Nutzlosigkeit dieses Postens für den in vielen Gemeinden der Amtes schon weit gediehenen Netzausbau darlegten.
Dabei betonte Weesbys Bürgermeister Jens-Christian Hansen gegenüber dem anwesenden Wireg-Geschäftsführer Olaf Krüger, dass ganz kurzfristig Beratungs- und Entscheidungsbedarf in Sachen Breitbandnetz vorliege, da aktuell in vielen Dörfern Nahwärmenetze entstehen und Windkraftanlagen im Außenbereich gebaut werden, für deren Anbindung Versorgungsleitungen verlegt werden. Lindewitts Bürgermeister Reinhard Friedrichsen merkte an, dass sein Ja aus einem Bauchgefühl resultiere, eventuell "eine Chance zu verpassen". Amtsvorsteher Jürgen Schrum forderte die Wireg auf, bereits geleistete Arbeiten in den Dörfern bei eventuell geplanten Investitionen mit einzurechnen. Zuvor hatte der seit einem Jahr amtierende Wireg- Geschäftsführer die Aktivitäten der Wireg für die Region erläutert. Er forderte die kommunalen Entscheidungsträger auf, bei Beratungsbedarf ohne Scheu die Wireg zu kontaktieren.
Einer neuen Entschädigungssatzung stimmten die Anwesenden einstimmig zu. Diese sei, so Amtsvorsteher Schrum, notwendig geworden, weil sich einige Strukturen im Amt verändert haben. Die Tagungssätze veränderten sich nicht. Der wiedergewählte Schiedsmann Momme Petersen erhielt zum zehnjährigen Dienstjubiläum einen Restaurant-Gutschein vom Amtsvorsteher überreicht. Petersen informierte die Amtsausschussmitglieder über das Schiedswesen im Amt und bat die Bürgermeister, ihre Bürger auf die Möglichkeiten der Streitschlichtung hinzuweisen. Er beklagte, dass er nach wie vor keinen Stellvertreter habe.
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