FLENSBURGER TAGEBLATT

 

Erstes Unimog-Treffen in Großsolt: Vom "Rentner" bis zum Baujahr 2012

18. September 2012 | 00:00 Uhr | Von wsa


Eifrige  Unimog-Fans: drei der vier Veranstalter, Björn Petersen (von links), Peter Müllenbach und  Günter Hansen.  Foto: Sach

Eifrige Unimog-Fans: drei der vier Veranstalter, Björn Petersen (von links), Peter Müllenbach und Günter Hansen. Foto: Sach

Grosssolt. "Rund um die Flensburger Förde muss es doch mehr Unimogs geben als unsere." Das sagten sich eines Tages vier Männer mit vier Unimogs der Baureihe 406 und suchten nach weiteren Fans der Universal-Motor-Geräte, gebaut von Boehringer Werkzeugmaschinen oder von Daimler-Benz.

Sie erkundigten sich bei ihnen bekannten Unimog-Haltern nach möglichen weiteren Fans - und ermittelten auf diese Weise fast 70 Adressen. Jede ziert inzwischen ein buntes Fähnchen auf einer Landkarte. Angeln ist gleichmäßig und dicht übersät mit "Fundstellen", in Nordfriesland sind zwei voneinander getrennte Bereiche mit einer größeren Unimog-Dichte erfasst.

Zum ersten Kennenlernen trafen sich nun viele von ihnen in Großsolt auf dem Gelände der ehemaligen Gaststätte "An de Brüch". 35 Fans kamen mit ihrem "Liebling". Gastgeber Peter Müllenbach freute sich über die versammelten Exemplare. "Zufälligerweise ist fast der gesamte Produktionszeitraum abgedeckt. Der älteste Unimog, Baureihe 401 aus dem Baujahr 1948, verfügt über 25 PS. Der neuste Unimog stammt aus dem Jahr 2012, gehört zur Baureihe 2400 und ist mit 240 PS ausgestattet", berichtete er.

Die neueren Fahrzeuge erfüllen werktags ihren Dienst als Arbeitsfahrzeuge mit speziellen Aufgaben. Die älteren wurden in den Ruhestand entlassen; ihre Eigentümer restaurieren, pflegen und nutzen sie in ihrer Freizeit, so zum Beispiel Mitveranstalter Björn Petersen aus Dollerupholz (21). Im vergangenen Jahr beschloss er nach der Lektüre eines Fachbuches, einen Unimog zu erwerben und ihn möglichst original wieder herzurichten. Er wurde sofort fündig. An dem guten Stück, Jahrgang 1964, wird seitdem in Etappen gearbeitet. "Die Technik ist Tüv-fähig. Zur Zeit erneuere ich das Äußere." Mitgebracht hatte er deshalb nur ein Unimog-Arbeitsgerät, einen Kran. Auch der dritte Mitveranstalter Günter Hansen aus Dollerup nutzte das Treffen zum Austausch von Informationen und Erfahrungen. "Aufgrund der guten Resonanz und der vielen Besucher hier in Großsolt hoffen wir, einen Kreis von Unimog-Freunden für Gespräche und Ausfahrten aufzubauen." Das erste Treffen endete mit einer Ausfahrt der angereisten Unimogs, bevor dann wieder Angeln, Schleswig oder Nordfriesland angesteuert wurden.


 
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