FLENSBURGER TAGEBLATT
Ein Krematorium mit Tüv-Siegel
Zertifizierte Pietät: Die Technische Leiterin Angela Düllmann, Norbert Lucht und Thomas Rasmussen, Geschäftsführer der Flensburger Friedhöfe, bringen das Gütesiegel für das Flensburger Krematorium an. Foto: Borm
Flensburg. Gütesiegel in einem sensiblen Feld: Als "Kontrolliertes Krematorium" darf das Flensburger Krematorium von nun an bezeichnet werden. Der Tüv Nord hat die Flensburger Anlage auf dem Friedhof Friedenshügel als eine der ersten Feuerbestattungsanlagen in Deutschland ausgezeichnet - nach einem ausgefeilten Zertifizierungsverfahren.
Das für drei Jahre gültige Siegel würdigt Einrichtungen zur Feuerbestattung, die sich durch hochwertige Dienstleistungen auszeichnen und sich vorbildlich der Achtung von ethischen Grundsätzen verpflichten.
Das Krematorium für die nördliche Hälfte Schleswig-Holsteins nimmt damit unter bundesweit rund 150 Anlagen zur Feuerbestattung eine Vorreiterrolle ein. Die Garantiemarke steht für die Einhaltung einer strengen Siegelrichtlinie, die Kriterien für die Bereiche Ethik, Totenwürde, Verwaltungsabläufe und Umwelttechnik umfasst.
Prüfsteine sind zum einen der umsichtige und pietätvolle Umgang mit Verstorbenen und die Achtung der Trauergefühle der Angehörigen. Kremierungen ohne Wartezeiten in spätestens drei Tagen sind ebenso selbstverständlich wie die Einhaltung und Dokumentation strenger Verfahrensabläufe und Kontrollmechanismen zur Qualitätssicherung.
Der Geschäftsführer der Flensburger Friedhöfe AöR, Thomas Rasmussen, erklärte in einer Feierstunde: "Trauernde Angehörige haben einen Anspruch auf Achtsamkeit im Umgang mit den Verstorbenen. Und mit seinen Kolleginnen und Kollegen ist man stolz auf die hohe Qualität dieser wichtigen Dienstleistung, die jetzt mit dem Gütesiegel sichtbar gemacht wird." Die Mitglieder des Verwaltungsrates und Bürgermeister Henning Brüggemann sowie die Mitarbeiter des Krematoriums waren Zeuge, als das Gütesiegel direkt am Eingangsbereich angebracht wurde. Im Jahr zählt das Krematorium insgesamt über 2700 Einäscherungen, das entspricht einem Anteil von 85 Prozent aller Bestattungen.
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