FLENSBURGER TAGEBLATT
Feuer in Flensburg
Meterhohe Flammen über Peelwatt
Flensburg. Bei einem Großbrand auf dem Abstellgleis am Peelwatt unweit des Flensburger Bahnhofes sind in der Silvesternacht zwei Personenwaggons eines Regionalzuges in Flammen aufgegangen und völlig zerstört worden. Ein weiterer Triebwagen wurde durch das Feuer schwer beschädigt.
Passanten hatten den Brand an dem nur schwer zugänglichen Abstellgleis gegen 23 Uhr am Silvesterabend entdeckt und die Feuerwehr alarmiert. Als diese eintraf, loderten die Flammen bereits meterhoch, und der Waggon brannte lichterloh.
Neben Eis und Schnee auf der schmalen Zufahrt zum Brandort bereitete der Feuerwehr noch ein anderes Problem Schwierigkeiten: Weder am Abstellgleis noch in der näheren Umgebung gibt es einen Hydranten oder Löschwasservorrat. Deshalb mussten die Einsatzkräfte sich mit ihrem Wasser aus den Tanklöschfahrzeugen zunächst darauf beschränken, ein Übergreifen des Feuers auf weitere Waggons des Zuges und drei weitere, abgestellte Züge zu verhindern. Das benötigte Wasser musste im Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen vom nächsten Hydranten in der Lise-Meitner-Straße herangefahren werden. Zwei der Waggons brannten trotz des Einsatzes mehrerer Trupps unter schwerem Atemschutz jedoch völlig aus.
Später wurde der Zug für Nachlöscharbeiten in den Bahnhof geschleppt, wo die Einsatzkräfte einen wesentlich besseren Zugang zu den Waggons hatten, um alle Glutnester ablöschen zu können.
Die Bundespolizei nahm noch in der Nacht die Ermittlungen zur Brandursache auf und prüft, ob eine bei den vorherrschenden Sturmböen verirrte Silvesterrakete in den Bereich des Waggons geflogen und so den Brand ausgelöst hat. Die Schadenshöhe ist noch unklar, dürfte jedoch beträchtlich sein.
Im Einsatz war neben dem Löschzug der Berufsfeuerwehr auch die Freiwillige Feuerwehr Weiche. Zudem beendete der Alarm auch für die Freischicht der Berufsfeuerwehr den Jahreswechsel in den eigenen vier Wänden vorzeitig - für weitere Einsätze wurden die Beamten auf die Hauptwache beordert.
Erst nach sieben Stunden war der Großbrand am Bahngelände soweit gelöscht, so dass "Feuer aus" gemeldet werden konnte.
Neben dem Großfeuer musste die Feuerwehr in der Silvesternacht noch einen brennenden Müllcontainer, eine Straßenlaterne und eine Baustellen-Toilette löschen.
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