FLENSBURGER TAGEBLATT

 

Das Leben als "gefühlter Däne"

21. Januar 2012 | 06:30 Uhr | Von Übersetzung und Bearbeitung: Jenna Klingsporn

Jörg und Silke Gustafson aus Dannewerk ließen sich für das Buch "Stimmen aus den Minderheiten" interviewen. Foto: klingsporn

Auszug aus dem Interview-Buch "Stimmen aus den Minderheiten" / Ehepaar aus Dannewerk gibt Antworten zum deutsch-dänischen Verhältnis

Dannewerk. Sie kommen aus deutschen Familien und sind doch überzeugte Mitglieder der dänischen Minderheit geworden. Silke Gustafson (geb. 1965) arbeitet als Sekretärin in der Kreisverwaltung, ihr Mann Jörg (geb. 1956) ist selbstständiger Unternehmer; er amtiert als zweiter Bürgermeister in Dannewerk und ist Mitglied des Südschleswigschen Wählerverbands (SSW). Beide wurden für das Buch "Stimmen aus den Minderheiten/Stemmer fra mindretallene" von Journalist Flemming Nielsen interviewt und gaben freimütig Auskunft - wie viele andere Mitglieder der Minderheiten nördlich und südlich der Grenze. Unsere Zeitung veröffentlicht Teile des Gesprächs.



Flemming Nielsen: Oft erzählt man, dass sich das Grenzland von einem "Gegeneinander" über ein "Miteinander" zu einem "Füreinander" entwickelt hat. Stimmt Ihr dem zu?

Jörg Gustafson (JG): Ja. (...) Ich sitze seit 15 Jahren in der Gemeindevertretung von Dannewerk und habe alles Mögliche erlebt. Nun bin ich zweiter Bürgermeister, und darauf bin ich stolz. Eine dänische Partei in Dannewerk! Wir haben einen großen Fortschritt gehabt bei der letzten Landtagswahl und bei der Kommunalwahl - 20 Prozent. Dies zeigt ja, dass man seine Arbeit richtig macht. (...)

Man sagt, dass man als Minderheit der Bevölkerungsmehrheit auf Augenhöhe begegnen möchte. Fühlt Ihr Euch, als ob die Deutschen Euch auf Augenhöhe begegnen?

JG: Ja, aber mit Unterschieden. Im Schützenverein kann ich es nicht leiden, wenn das Schleswig-Holstein-Lied gesungen werden soll. Sie ärgern mich nicht und ich ärgere sie nicht, aber ich bleibe außen vor.

Einige sagen, dass viele Kinder und Jugendliche in Südschleswig im Alltag immer weniger Dänisch sprechen. Andere sagen, dass nie so viel Dänisch in Südschleswig gesprochen wurde wie jetzt. Was meint Ihr?

SG: Wenn es um unsere Kinder geht, kann man merken, dass sie viel Deutsch sprechen. Wir haben am letzten Wochenende Geburtstag gefeiert und alle Klassenkameraden von der A.P.-Møller-Schule kamen, und sie sprachen fast nur Deutsch.

Aber meint Ihr, dass man, obwohl man viel Deutsch im Alltag spricht, ein guter Däne sein kann?

SG: Als Südschleswiger kann man ausgezeichnet dänisch sein, obwohl man nicht so viel die Sprache spricht.

Einige aus der dänischen Minderheit sagen: "Ich bin dänischer Südschleswiger". Andere sagen: "Ich bin Südschleswiger". Einige sagen: "Ich bin Schleswiger". Was sagt Ihr selbst?

JG: Ich bin "dänischer Südschleswiger" - nicht Holsteiner, ich habe nur die zwei Löwen im Wappen. (...)

Wenn man "Schleswiger" ist, dann hat man etwas Dänisches und etwas Deutsches in sich. Habt Ihr mehr Dänisches als Deutsches in Euch?

SG: Ja.

Was fühlt Ihr, wenn Südschleswig beim dänischen Jahrestreffen in rot und weiß gekleidet wird?

JG: Beim Jahrestreffen zeigen wir uns alle, aber der Dannebrog ist nicht nur etwas, was wir beim dänischen Jahrestreffen zeigen sollen. Ich zeige meinen Dannebrog jeden Tag. (...) Man soll immer zeigen, dass man dänisch ist.

Seit 2001 haben wir die offene Grenze zwischen Dänemark und Deutschland. Hat sich Eure Auffassung der Grenze verändert?

JG: Ich kann mich an die Stemplereien als Kind an der Grenze erinnern. (...) Ich bin richtig froh über die Veränderungen. Jetzt ist die Grenze nur markiert von den skandinavischen Flaggen und der deutschen Flagge. Man wird nicht so kontrolliert. Aber es ist eine spannende Frage: Ob wir uns besser verstehen? Das weiß ich nicht.

Was ist für Euch "das Dänische"?

JG: Als "das Dänische" verstehe ich meist das Dänische, das wir hier in unserer Heimat haben und die vielen Menschen in Südschleswig, welche für das dänische Werk hier stehen. Natürlich lebe ich in einem deutschen Alltag, aber wenn du mich fragst, was das Dänische ist, dann kann ich sicherlich sagen "Christiansborg" oder "Königshaus" oder natürlich "Dannebrog", aber das Dänisch-Sein ist hier! (...)

Was bedeutet "das Deutsche" für Dich, Silke?

SG: "Das Deutsche", dann denke ich an den Krieg und Hitler. (...) Das Land Deutschland, das ist nicht "das Deutsche". (...)

JG: Ich lebe in einem deutschen Alltag, aber wenn du mich fragst, was ich über "das Deutsche" denke: Mit dem Krieg und der ganzen Geschichte, so fühle ich mich gar nicht mehr. Das hat sich irgendwie verändert, sagen wir so, wenn die Freunde und Nachbarn so deutsch sind, ja, dann sind sie so! (...)

Gibt es Unterschiede in der Mentalität der Dänen und Deutschen?

SG: Ja, es gibt Unterschiede. Es ist wärmer, mehr gemütlich, familiär bei den Dänen. Die Deutschen gucken mehr auf Karriere. (...) Sie möchten nicht mit anderen etwas zu tun haben, die unter ihrem Niveau sind. (...) So ist es wohl nicht bei der dänischen Seite, fühle ich. (...) Es gibt einen richtig großen Unterschied zwischen "deutsch" und "dänisch".



Das Buch ist zu beziehen über die deutsche Büchereizentrale in Apenrade; Preis: 25 Euro


 

Leserkommentare

 
STEFAN MARGULL 21.01.2012 12:04
Westpreussische Minderheit ?

Herzlichen Glückwunsch an die Familie Gustavson, in die Zeitung haben Sie/sie es geschafft. Allerdings meine ich, dass solche Artikel eine Minderheit bleiben sollten.
Warum betont jemand so "das anders sein" (wollen) ?
In Zeiten, in denen das öffentliche Credo Integration lautet und wir Wert legen (sollen) auf keine Unterschiede von Geburt und Glauben, strotz diese "literarische Wortmeldung" in meinen Augen nur so von gewünschter Beachtung. Noch dazu bei offensichtlich deutscher Abstammung.
Dabei fühle ich mich als gebürtiger Deutscher, Jahrgang 1962, von der Interpretation der deutschen Geschichte, besser der tendenziellen Reduzierung auf "Krieg und Hitler" beleidigt. Zum Einen gibt es zum Glück wesentlich mehr, was unsere Geschichte ausmacht und andererseits weil die interwievten sich offenbar kaum oder gar nicht mit der Rolle Dänemarks und vieler Dänen in den Zeiten des Krieges und Hitlers beschäftigt zu haben scheinen. Ich betone, gemeint sind nicht alle Dänen !
Also bleibt für mich die Frage, soll auch ich, angesichts der westpreussischen Herkunft meiner Familie eine solche Minderheit mit "gefühltem Nachdruck" in die Öffenlichkeit drängen.
Ich kann mein Leben und Wirken einfach für mich im Stillen tun, ohne mich ins Rampenlicht zu drängen. Ich brauche auch keinen Aufkleber am Heck meines Auto's, der mein "Anders-Sein" publiziert. Wenn nämlich plötzlich jeder seine "besondere Note" endeckte, wäre der Platz auf den Autoheck's bald regelrecht tapeziert mit Aufklebern, die davon künden sollen und um besondere Beachtung buhlen, wie ein Pfau in der Balz.
Meine Empfehlung lautet entweder heim ins Königreich zu ziehen, wenn das so wichtig ist oder überdenken Sie "integrieren statt exaltieren".
Stefan Margull / Flensburg

CHRISTIAN MÜLLER 21.01.2012 14:10
Happy Together 2012

Selten hat ein Artikel aus Sicht der dänischen Minderheit das deutsch-dänische Verhältnis 67 Jahre nach Ende des zweiten Weltkrieges gerade in Hinblick auf die Begriffe Toleranz –
Zitat: „Im Schützenverein kann ich es nicht leiden, wenn das Schleswig-Holstein-Lied gesungen werden soll; Ich zeige meinen Dannebrog jeden Tag. (...) Man soll immer zeigen, dass man dänisch ist. „
und Vorurteilsfreiheit-
Zitat: „ Das Deutsche", dann denke ich an den Krieg und Hitler; Es ist wärmer, mehr gemütlich, familiär bei den Dänen. Die Deutschen gucken mehr auf Karriere. (...) Sie möchten nicht mit anderen etwas zu tun haben.“
so deutlich zur Sprache gebracht.
Da das Interview in dem Buch "Stimmen aus den Minderheiten" veröffentlicht wurde, handelt es sich offensichtlich nicht um eine Mindermeinung. Umso mutiger diesen Artikel entgegen dem ansonsten öffentlich üblichen angeblich so harmonischen Miteinander zu drucken.
Christian Müller, Flensburg

GÜNTER FORTENBACHER 21.01.2012 14:22
Wenn dieses die gute Dame aus der Kreisverwaltung ist, die auch für die Bauaufsicht

schreibt, dann möchte ich doch mal anmerken, daß die Grundlagen für die Baugesetzgebung in Deutschland von den NAZIS wesentlich geprägt wurden.
"Volk ohne Raum" und andere Spinnerei waren damals der Gedankengang.
Nicht die Bauaufsicht, Zulassungsstelle ?
Reden wir mal über StVZO, auch so ein Gesetz, welches auf dem Mist der NAZIS gewachsen ist und wir von Glück reden können, daß die EU diesen Unfug endlich
in D-land komplett abschaffen lassen will.
Jugendamt ? Da war doch gerade so ein Artikel in dieser Zeitung ................
.
Die Dänen sind anders, wärmer herzlicher ?
Jo, stimmt. So lange Du deren Spiel mitspielst. Ansonsten bist Du sehr schnell
weg vom Fenster, von der Grenze, vom Arbeitsplatz.

FAIR VALUE 21.01.2012 17:05
die Eheleute Gustafson tun mir leid.

mit 56 bzw.47 Jahren sollte man über mehr Lebenserfahrung verfügen.
Ich fühle manchmal dänisch,manchmal deutsch oder italienisch;beizeiten auch amerikanisch oder französisch.
"Das Deutsche"....natürlich gehört Hitler und die Nazis dazu aber auch Goethe,Schiller,Demokratie,Wiederaufbau,Friedensnobelpreis-Träger,68er-Bewegung uvm.
"ich kann es nicht leiden, wenn das S-H-Lied gesungen wird...."
das finde ich bedenklich aber die Dänen,die ich kenne und mit denen ich befreundet bin, habe ich als überaus herzlich und besonders tolerant kennengelernt.
Die Eheleute Gustafson erwecken bei mir den Eindruck,doch etwas sehr "national" gesinnt zu sein aber das ist ihre Sache.

GÜNTER FORTENBACHER 22.01.2012 12:54
Sagen Sie mal Herr Landrat : muss eine solche auf Gewinn gerichtete Tätigkeit

eigentlich angemeldet und genehmigt sein ? Bei der Abfassung eines Buches
werden dabei Informationen aus der Arbeitgeber-Behörde, Material oder Geräte aus der Arbeitgeber-Behörde verwendet ?

S J 22.01.2012 17:23
Südschleswiger/Überdänen...

Ich bin selbst Südschleswiger. Aber was ich hier lese, lässt mich daran zweifeln, ob die beide verstanden haben, dass Sie als Südschleswiger auch Deutsche sind und nicht nur Dänen.

Ihr wohnt in Deutschland. Versteht das doch. Von allen anderen verlangen wir doch auch, dass Sie sich der örtlichen Kultur anpassen. Diese beiden Kandidaten tun das laut Interview nicht. Sie sind das, was ich Überdänen nenne. Das ist scheinheilig. Ich finde es schade, dass sie sich von der Gemeinschaft ausschließen, wenn das Schleswig Holstein Lied gespielt wird, denn immerhin wohnen sie in Schleswig Holstein. Sie gehören laut meiner Meinung zu den Leuten, die dafür verantwortlich sind, dass wir Südschleswiger bei so manchen deutschen hier in der Gegend einen schlechten Ruf haben.
Südschleswiger zu sein bedeutet zwei Kulturen anzunehmen und nicht sich krampfhaft an das dänsiche zu klammern. Wenn einen das dänische so viel wichtiger ist, sollten man nach Dänemark gehen!

Ich schäme mich dafür mit Euch in einen Topf geworfen zu werden, nur weil Ihr behauptet Südschleswiger zu sein, obwohl ihr eher zu den Überdänen gehört!

Vielleicht irre ich mich und das Interview ist nur schlecht geführt worden? Wie auch immer

TORSTEN SCHULZE 22.01.2012 18:02
Man muss sich schämen ...

Als Angehöriger der dänischen Minderheit (früher u. a. im Kreisvorstand des SSW) kann ich nach der Lektüre der Gustavson'schen Ausführungen nur den Kopf schütteln. Er präsentiert sich exakt so, wie sich ein Mitglied der Minderheit nicht darstellen sollte. Wer zur dänischen Minderheit im Landesteil Schleswig gehört, ist hier geboren worden und loyaler deutscher Staatsbürger. Wir Angehörigen der Minderheit haben kein Problem damit, wenn das Schleswig-Holstein-Lied gespielt wird. Andererseits vermitteln wir unseren Kindern die dänische Sprache als Grundlage unserer Kultur - hier scheint Familie Gustafson, wie das Interview zeigt, nicht erfolgreich gewesen zu sein. Wer sich tagaus-tagein mit dem Dannebrog schmückt, steht zumeist in einer ökonomischen Abhängigkeit zu hier ansässigen und vom Königreich finanzierten Institutionen der Minderheit, die leider zumeist von Personen geführt werden, die direkt aus Dänemark kommen, also nicht zur eingeborenen Minderheit gehören. Richtige Südschleswiger machen kein großes Brimborium um ihre Zugehörigkeit zur Minderheit - und wir stellen nicht heraus, was Dänen und Deutsche angeblich unterscheidet. Wer dänischer als der ganz normale Angehörige der Minderheit zwischen Flensburg und Rendsburg sein will, sollte vielleicht sein Ränzlein schnüren und sich dort niederlassen, wo er das Schleswig-Holstein-Lied nicht hören muss. Als Südschleswiger schäme ich mich wegen eines Teils der Ausführungen der Gustafsons.

TORSTEN SCHULZE 22.01.2012 18:09
... was ich vergas.

Ich möchte meiner Wortmeldung hinsichtlich der Gustafson'schen Ausführungen noch ergänzen. In einer Nachbargemeinde von Flensburg agiert ein SSW-Kommunalpolitiker, der sich in der Zeitung der dänischen Minderheit wie folgt zitieren lies (ich übersetze): "Mit meinen Lieben spreche ich Dänisch. Mit meinem Hund Deutsch." Solche Typen können uns Südschleswigern gestolen bleiben.

RAOUL DUKE 01.02.2012 01:14
Besser das Original lesen!

Dieser tendenziöse, aus dem Zusammenhang gerissene und zumal grottig übersetzte Interview-Ausschnitt tut der Familie Gustafson mehr als unrecht. Ich empfehle die Lektüre des Intervies in Originalsprache und voller länge, star.dcbib.dk/publikationer/066_Stemmer_fra_mindretallene.pdf
Hier wird eher deutlich, warum das Ehepaar den Krieg und Hitler erwähnt (Opa im KZ),
Torsten Schulze sei zudem folgender Link empfohlen: www.geschichte-s-h.de/vonabisz/schleswig-holstein-lied.htm
Danach möge er etwas fundierter begründen, wie er zu der Erkenntnis gekommen ist, "echte Südschleswiger" würden Schlange stehen, um mitsingen zu dürfen.

KIRSTEN NIELSEN 01.02.2012 08:43
das leben als gefühlter däne

Vielen dank raoul,du bist einer der wenigen personen,der es verstanden hat,das es kein Interview der Schleswiger-Nachrichten gewesen ist,sondern nur einzelne Zitate aus einem Buch,wo Flemming Nielsen der Interviewer gewesen ist.Wer sich wirklich ein Bild machen will,der sollte das ganze buch lesen.dann wird man auch ein anderes verständnis bekommen.Ich finde es sehr unfair,das familie Gustafson in dem Artikel in ein so schlechtes Licht gesteltt wird. Die Familie ist sehr engagiert im deutschen wie im dänischen system.Dieser Artikel wird ja mit höchster wahrscheinlichkeit leider nicht in den Schleswiger-nachrichten abgedruckt werden,da er nicht in das politische Bild des SHZ passt.Unabhängige tageszeitung?Wohl nicht!!!!!!ist der wahlkampf denn schon eröffnet?

FALK RITTER 01.02.2012 14:30
Das Leben als gefühlter Däne

Komische Leute sind das, sie haben einen schwedischen Namen (Gustafson), leben in Deutschland und fühlen sich als Dänen. Sie denken bei Deutschland an Krieg und Hitler , aber sind lange nach dem 2. Weltkrieg geboren worden. Und was ist mit den Kriegen im Irak und in Libyen, an denen sich Dänemark so begeistert beteiligt hat? Zu Dänemark fallen mir auch die gnadenlosen Rockerkriege ein.
Dann sollte man doch auch mal den Bericht von Amnesty International über den Rassismus in Dänemark lesen: In einem im Mai veröffentlichten Bericht über Dänemark äußerte der Europäische Ausschuss gegen Rassismus und Intoleranz seine tiefe Besorgnis über zunehmende Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit gegenüber Flüchtlingen, Asylsuchenden, Minderheiten und dabei vor allem gegenüber muslimischen Gemeinschaften. Der Ausschuss stellte mit Sorge fest, dass sich Angehörige ethnischer Minderheiten infolge rechtlicher Bestimmungen relativ gravierenden Hindernissen beim Erwerb der dänischen Staatsangehörigkeit und beim Familiennachzug gegenübersahen. Außerdem wurden sie beim Zugang zu Sozialhilfeleistungen benachteiligt. Der Ausschuss hob vor dem Hintergrund der Hetztiraden einiger Politiker und Medien hervor, dass durch die geringe Zahl der Strafverfahren wegen Anstiftung zum Rassenhass ein Klima der Straflosigkeit erzeugt werde.
www.amnesty.de/umleitung/2007/deu03/027

TORSTEN SCHULZE 01.02.2012 15:53
Raoul Duke lügt

"Raoul Duke" - der so "mutig" ist, dass er seinen echten Namen nicht nennen mag - lügt. Er schreibt: "Torsten Schulze sei zudem folgender Link empfohlen: ...
Danach möge er etwas fundierter begründen, wie er zu der Erkenntnis gekommen ist, 'echte Südschleswiger' würden Schlange stehen, um mitsingen zu dürfen." Ich habe dies niemals behauptet, was jedermann oben nachlesen kann. Herr "Duke" ist ein Lügner.

RAOUL DUKE 01.02.2012 18:27
nun denn...

Da machen Sie es sich aber einfach, Herr Dessauer...äh Schulze. Haben Sie die verlinkte Seite gelesen? Sie haben mit dem Inhalt als "echter Südschleswiger" kein Problem? Na denn...

@Falk Ritter: in Dänemark existiert glücklicherweise ebenso wie in Deutschland eine bürgerliche Opposition gegen ebenjene Missstände, die Sie hier - zu recht - aufzeigen. Legen sie diese doch aber bitte der Familie Gustafson nicht in den Mund. Denn hierzu äußern sich die interviewten doch gar nicht.
Dass man sich zu einer Nationalität bekennt, heißt ja noch lange nicht, dass man sich 1:1 zu getroffenen politischen Beschlüssen bekennt.
Dass die Familie nun Gustafson heißt, in D wohnt und dänisch gesinnt ist, müsste doch ein Beispiel perfekter Integration sein und damit gänzlich in Ihr dem Beitrag zu entnehmenden ethisches Weltbild passen. Wozu also die Häme?

Ich kann nur wiederholen, dass die Interviewfetzen aus dem Zusammenhang gerissen und in bester Bild-Manier in tendenziös-Meinungsverzerrenden Abschnitten zusammengefügt wurden. Nachzulesen im geposteten Original des besagten Buches.

Wer es nicht liest und sich trotz Kenntnis eines solchen Originals dennoch auf der verzerrenden Grundlage des Artikels auslässt, der sollte seinen eigenen moralischen Anspruch überprüfen, denke ich.

TORSTEN SCHULZE 01.02.2012 18:46
Wess' Brot ich ess ...

Ach ja, der Herr "Raoul Duke". Wenn man wissen möchte, warum er sich hier so mit Elan einbringt, kann man nur das alte Sprichwort zitieren: Wess' Brot ich ess', dess'' Lied ich sing'. Ob der Herr "Duke" wohl im Sold einer Organisation der dänischen Minderheit steht? Dreimal darf der Leser raten. Ich werde ihn wohl mal besuchen und fragen müssen, was sein Anbiedern soll. Ich heiße übrigens tatsächlich Schulze. Wer möchte, kann gern meinen Ausweis sehen. Der Name Raoul Duke hingegen ist noch nicht einmal gut übersetzt ...
Ich verweise übrigens auf die heutige (01.02.) Print-Ausgabe des shz, in der eine Reihe von Lesern nur zu deutlich beschrieben haben, was von den Aussagen der Familie G. zu halten ist.

D VH 01.02.2012 21:28
Der er et yndigt land... meerumschlungen

Was soll die Bezeichnung "gefühlter Däne" ausdrücken. Ich kenne das bislang nur aus dem Wetterbericht mit der "gefühlten Temperatur", die ja nicht die richtige Temperatur ist. Was ist denn dann ein "gefühlter Däne", etwa kein richtiger Däne? Das bekenntnis zur jeweiligen Nationalität ist frei, eine Unterscheidung in richtige und gefühlte Deutsche und Dänen verbietet sich da, zumal die Gefühlslage ja auch ein schwankend Ding sein kann :). Bekenntnis-Däne (oder -Deutscher in DK) hört sich zwar sperrig an, sorgt aber nicht für Irritationen.

CHRISTINE PAHL 01.02.2012 22:26
Danke an die Schleswiger Nachrichten und Pfui an Raul Duke

Heute habe ich mit großem Interesse die Leserbriefe in den Schleswiger Nachrichten gelesen und mir danach die Mühe gemacht, im Netz auch den Ursprungsartikel zu suchen und zu studieren. Zunächst einmal ein Danke an die Schleswiger Nachrichten für den Mut, auch einmal kritische Beiträge in Richtung der dänischen Minderheit zu veröffentlichen. Meine Mutter gehörte zu dieser Minderheit, ich zähle mich aber nicht dazu. Aber viele Freunde haben die Duborgschule besucht und auch beruflich habe ich oft mit Südschleswigern zu tun. Deswegen haben mich die Aussagen der Familie Gustavson auch eher schockiert. Ich kenne kein Mitglied der Minderheit, das derart verbissen und in der Vergangenheit verhaftet argumentiert. Wir haben im Freundeskreis diskutiert und festgestellt, daß es wohl noch einige Menschen in der dänischen Minderheit gibt, die sich so geben, als ob die Deutschen Schleswig-Holstein von Dänemark gestohlen haben. Das ist sehr schade und zeugt von wenig Liberalität und Miteinander. Eine Parallelgesellschaft brauchen wir nicht. Und für Raul Duke, der sich nach einer Rolle in einem Jonny-Depp-Film benannt hat, habe ich nur Verachtung übrig. Er versteckt sich hinter einem Aliasnamen und beleidigt Personen, die sich seriös mit der Problematik auseinandersetzen. Das grenzt fast an Extremismus. Hoffentlich treten die fundamentalistischen Dänen in Schleswig-Holstein jetzt in den Hintergrund. Das ist überfällig.

RAOUL DUKE 02.02.2012 00:32
Beleidigen? Extremismus?

Ich bin überrascht, dass Sie meine Intention, sich konstruktiv mit dem Kommentar von Herrn Ritter auseinander zu setzen, als Beleidigung und Extremismus interpretieren.
Ich versuche vielmehr die Debatte durch Angaben von authentischen Quellen zu nuancieren.
Wenn Sie sich wirklich die Mühe gemacht haben, das Interview im Gesamtkontext zu lesen, dann gestehen Sie mir doch bitte zu, dass es auch andere Menschen außer Ihnen gibt, die nicht auf Grundlage von subjektiv ausgewählten Interviewauszügen und Reaktionen hierauf auf den Bashing-Zug aufspringen, sondern ebenfalls quellenkritisch ans Werk gehen. Dass man nach der Recherche zu verschiedenen Konklusionen kommt, liegt in der Natur des Menschen und sollte ihnen - im Namen der "Liberalität" - doch geradezu entgegen kommen.
Für mich stellt sich eine Familie dar, die sich an ein Dänentum lehnt, dass zugegebenermaßen verstaubt wirken mag, aber dennoch aufrichtig und überwiegend nachvollziehbar erläutert ist - es sei denn, man bettet es in vorhandene Ressentiments. Ich weiß nicht, wann Sie geboren wurden, und welchen dänischgesinnten Hintergrund Ihre Mutter hat, aber es ist nicht lange her, da wurden dänisch gesinnte Bürger dieses Landes massiv ausgegrenzt. Die Parallelgesellschaft, die Sie anprangern, wurde vorsätzlich geschaffen. Das gilt teilweise nach wie vor. Man denke an die diskriminierende Reduzierung des Schülerzuschusses vom Land. Dennoch ist das Verhältnis zwischen Minder- und Mehrheit als entspannt und freundschaftlich zu bezeichnen.
Was wir Deutschen jedoch oft verkennen, ist, dass Nationalismus im Grunde nur in Deutschland negativ behaftet ist. Die Dänen haben ihre Flagge auf jeder Fischdose und auf jedem Geburtstagstisch, während wir Deutschen darüber fundieren, ob die Phrase "Made in Germany" im Grunde EU-kompatibel ist. Aus diesem Kontext heraus sollte man manche Aussage versuchen zu verstehen.

RAOUL DUKE 02.02.2012 17:40
Ein Experiment

Frau Pahl, ich möchte veranschaulichen, wofür Sie dem SHZ danken. Ich habe Ihr Posting zweimal subjektiv verkürzt:
"Meine Mutter gehörte zu dieser Minderheit. Ich kenne kein Mitglied der Minderheit, das derart verbissen und in der Vergangenheit verhaftet argumentiert. Eine Parallelgesellschaft brauchen wir nicht. Das grenzt an Extremismus."
Oder so:
"Heute habe ich mit großem Interesse die Leserbriefe in den Schleswiger Nachrichten gelesen und mir danach die Mühe gemacht, im Netz auch den Ursprungsartikel zu suchen und zu studieren. Zunächst einmal ein Danke an die Schleswiger Nachrichten für den Mut, auch einmal Beiträge in Richtung der dänischen Minderheit zu veröffentlichen. Meine Mutter gehörte zu dieser Minderheit. Viele Freunde haben die Duborgschule besucht und auch beruflich habe ich oft mit Südschleswigern zu tun."
Klingelts?

GEGEN JEDEN EXTREMISMUS 02.02.2012 19:03
Ausgrenzung

So einen Artikel zu einer Familie in Dänemark, die sich als Deutsche fühlen... sich durch die Dänische Hymne ausgegrenzt empfinden und bemängeln, dass die Kinder nördlich von Flensburg viel zu wenig Deutsch reden sowie das Reduzierung des eigentlichen Heimatlandes auf ein Verbrechen aus der Geschichte... was gebe es hier für einen NAZI Aufschrei.

Mir ist das Schmücken des Weihnachtsbaums mit Nationalflagge suspekt, ich kann das Hochhalten royalistischer Traditionen nicht verstehen und empfinde es als Seegen, dass viele Kinder mit nationalistischen Gedanken (auch sprachloch) so rein gar nicht am Hut haben. Ich würde von der deutschen Minderheit in Dänemark erwarten, dass sie natürlich die Sprache - Dänisch - ihrer neuen Heimat sprechen. Tradition bewahren - ok, aber die eigene Heimat so wenig annehmen, sich so abzugrenzen, innerlich wie äusserlich, das gehört nach meinem Empfinden nicht in ein Europa des 21ten Jahrhunderts.

RAOUL DUKE 03.02.2012 01:04
Ausgrenzung

"sich durch die Dänische Hymne ausgegrenzt empfinden"
Der Unterschied zwischen der dänischen Nationalhymne und dem Schleswig-Holstein-Lied ist, dass letzgenanntes ein Antidänisches-Lied ist. Ich habe weiter oben einen Link zu einer (deutschsprachigen) Seite gepostet, der das Thema beleuchtet.
Wir müssten also fairerweise in ihrem fiktiven Beispiel annehmen, dass es sich um eine dänische Hymne dreht, die explizit gegen Deutsche gerichtet und damit nationalistisch provokativ ist. Dann wäre der Unmut vielleicht direkt ein wenig nachvollziehbarer.

"Mir ist das Schmücken des Weihnachtsbaums mit Nationalflagge suspekt"
Das geht vielen Deutschen so, aus hinreichend bekannter Ursache. In Dänemark pflegt man wie in den meisten anderen Ländern einen entspannteren Umgang mit seiner Nationalität.

"Ich würde von der deutschen Minderheit in Dänemark erwarten, dass sie natürlich die Sprache - Dänisch - ihrer neuen Heimat sprechen."
Das tun sie auch, aber pflegen gleichzeitig ihre eigene. Im globalisierten 21. Jahrhundert ist Englisch mehr denn je Weltsprache. Sie pflegen dennoch die deutsche, oder nicht?

GEGEN JEDEN EXTREMISMUS 03.02.2012 07:13
Schleswig Holstein Lied

Wer heutigen Tags im Schleswig Holstein Lied Anti-Dänische Ressentiments wahrnimmt, muß sehr in der Vergangenheit verwurzelt sein. Und wenn man im Schützenverein das Gefühl hat, das Lied würde aus diesem Grund gesungen - tut mir Leid, dann ist man wahrhaft Ewig-Gestriger. Oder dreht sich Ihnen auch der Magen um, wenn die Hymnen ehemaliger Kriegsgegner erklingt? Mir nicht.

Dazu kann dieser Herr seine dänsiche Flagge jeden Tag in diesem Land hissen - versuchen Sie das mal als Deutscher in Dänemark. So viel zum Leiden der dänsichen Minderheit im schönen Schleswig-Holstein.
Und appropos "dänische Flagge" - ich habe ein ganz normales Verhältnis zur Geschichte dieses Landes und schäme mich wahrhaft nicht für schwarz-rot-gold. Aber damit den Weihnachtsbaum schmücken? Sorry... so was gehört für mich in andere - nationalistische - Zeiten, nicht in unsere.

RAOUL DUKE 03.02.2012 10:17
Widerspruch

Das Schleswig-Holstein Lied ist ein Kampflied, das in Zeiten des deutschnationalistischen Aufbruchs extra umgeschrieben wurde, um antidänische Stimmung im Land zu verbreiten. Das ist nun einmal so. Die antidänischen Ressentiments im Text sind eigentlich kaum zu übersehen:
"Doch wenn inn’re Stürme wüten, drohend sich der Nord erhebt, schütze Gott die holden Blüten, die ein mildrer Süd belebt!" oder "stehe fest und nimmer weiche, wie der Feind auch dräuen mag!".
Klar kann man sagen, hey ist doch nichts dabei, da denkt sich doch im liberalen 21. Jahrhundert keiner mehr was bei. Mit der selben Argumentation könnte man allerdings auch die erste Strophe aus der deutschen Nationalhymne wieder ausgraben.
Natürlich meint das im Schützenklub niemand böse. Aber ich finde, man soll Menschen, die eben keine Lust haben in deutschnationalistischen Liedzeilen zu schwelgen, das Recht einräumen, nicht mitzusingen.
Und hier, finde ich, widersprechen Sie sich selbst: Ein traditionelles deutsch-nationalistisches Kampflied ist für sie kein Problem, Nationalsymbole am Weihnachtsbaum hingegen schon?
Sie verkennen außerdem einen wesentlichen Punkt, das wird in Ihrem ersten Beitrag deutlich, wo sie von einer "neuen Heimat" schreiben. Die dänischen Südschleswiger - und das gilt natürlich entsprechend für die deutsche Minderheit - haben ihre Heimat nie verlassen. Darum sind sie ja hier - oder wie Herr Gustafson es formuliert: "Dänisch sein ist hier".

BODO NEUMANN-NEE 03.02.2012 19:27
Das Leben als "gefühlter Däne"

Ein solcher Artikel wiederspricht eigentlich allen guten Gepflogenheiten seriöser Journalistik und kann meines Erachtens letztendlich nur mit niveauloser Revolver-Journalistik verglichen werden.
Beim Durchlesen wiederfuhr mir lediglich ein Gedanke: Dieser grauenvolle zusammengeklaubte Text - mit seinen unzählig verwendeten (…) - soll als Vorschlaghammer dienen, um einen Keil in das seit Jahrzehnten stetig gewachsene und harmonische Miteinander hier im Landesteil Schleswig zu treiben. Ein solcher, von Klischees triefender Artikel, ist mir, in Bezug auf die dänische Minderheit, selten unter die Augen gekommen. Daher kann hier größtenteils nur von Bauernfängerei seitens des Autors die Rede sein – und die Familie Gustafson ist leider das gejagte Opfer. Der Autor sollte sich schämen eine ganze Familie und ihren guten Leumund mit einem solchen lächerlichen journalistischen Trick in Misskredit zu bringen. Mit diesem Artikel hat sich der Autor keinen Gefallen getan. Denn mit diesen naiv-dreisten Text, sollen augenscheinlich lediglich die Leser des sh:z in Aufruhr versetzt - sowie ein Affront gegen die dänische Minderheit erhoben werden. Sehr geehrter Autor dieses Artikels, meines Erachtens sind Sie somit einer aussterbenden Spezi von Journalisten zugehörig. Wir leben im 21. Jahrhundert und mit Ihrer manipulierenden Textauslegung eines aus dem dänischen übernommen Textes, begehen Sie mit dieser Art Artikel eine Form von Augenwischerei, welche bereits seit über 30 Jahren nicht mehr im Trend liegt. Noch ein kleiner Tipp: Lesen Sie einfach das zitierte komplette Interview im Buch „Stemmer fra mindretallene“ - und sofern Sie eine Übersetzung benötigen, möchte ich Sie bitten, einen kompetenteren Übersetzer und eine präzisere Bearbeitung zu wählen als getan.

KIRSTEN NIELSEN 04.02.2012 02:41
Das Leben als gefühlet Däne

Bravo Bodo.Du bist tätsächlich einer der wenigen die es verstanden haben,das es KEIN Interwiew gewesen ist,sondern das die SHZ nur Auszüge aus dem Buch genommen haben um die Dänische Minderheit und gerade die Familie Gustafson in ein schlechtes Licht zu führen.Die Fragen sind formuliert worden nach den Auszügen der Sätze aus einem Interwiew,welches rund 19 Seiten hat.Wir hoffen,das die SHz eine Richtigstellung zu diesem
nicht stattgefundenem Freitagsinterview geben wird.

RAOUL DUKE 05.02.2012 09:38
Ich reagiere auch allergisch....

...wenn beim Thema Deutschland gleich die Nazikeule rausgeholt und damit selbst 67 Jahre nach Kriegsende noch die Folgegenerationen der damaligen Verbrechen bezichtigt werden. Das kann einen echt auf die Palme bringen, nicht wahr?
Und genau diese Reaktion scheint die stark sinnverzerrende Kürzung des Interviews hervorrufen zu wollen.
Zu beachten gilt: Es sind weder "Deutschland" noch die deutsche Bevölkerung, die negative Assoziationen in Herrn Gustafson hervorrufen, sondern ausschließlich der Terminus "Das Deutsche", der ihn an Krieg und Hitler denken lässt.
Er unterscheidet hier sehr deutlich: "Das Land Deutschland, das ist nicht "das Deutsche".
Es geht hier also explizit um den Begriff, nicht um eine Verurteilung der deutschen Bevölkerung, der er als deutscher Staatsbürger schließlich selbst angehört.

In der Originalfassung des Interviews wird dieses sehr deutlich. Hier hat man jedoch anscheinend einen anderen Eindruck erwecken wollen.

, der (u.a. vor dem Hintergrund der KZ-Deportation seines dänischgesinnten Großvaters) im Gegensatz zu den vorgenannten Begriffen eben negativ behaftet ist. Dies ist gar in der verzerrten Interview-Version noch vage zu erkennen:

LENNART DLUBATZ 05.02.2012 11:44
Zielrichtung

Mit welcher Absicht druckte Tante Maaß genau diese Worte aus einem sehr viel längerem Interview? Die Auswahl der Fragen und Antworten lässt vermuten, dass man das gute Miteinander der Menschen im Grenzland vergiften möchte oder Sensationen für emotional gefärbte Leserbriefe künstlich erzeugte.
Lasst uns das gute Miteinander nicht von außen zerstören! Wer im Miteinander lebt, weiß, wie positiv dieses ist: die Frage nach der nationalen Herkunft völlig in den Hintergrund tritt. Im Vordergrund steht die Gestaltung eines friedvollen und auf Frieden ausgerichteten Zusammenlebens.
Das lassen wir uns in unserem Alltag auch durch einen misslungenen Artikel im Flensburger Tageblatt nicht vermiesen.

Gunvor Dlubatz

CHRISTINE PAHL 05.02.2012 16:22
Der Herr Duke muss ja so schreiben ...

Ich habe gestern (am Sonnabend) einen Anruf von einem Angehörigen der dänischen Minderheit aus dem Flensburger Raum erhalten. Nur ganz am Rande sei erwähnt, dass er sich über die Aussagen des Dannewerker Ehepaares auch mehr als nur wunderte. Er klärte mich in dem kurzen Telefonat aber darüber auf, wer der Herr RAOUL DUKE tatsächlich ist. Und jetzt verstehe ich plötzlich, warum er so ins Zeug gelegt hat. In seiner Situation würde ich mich auch profilieren wollen ...

RAOUL DUKE 05.02.2012 19:22
Korrekt Lennart,

so sieht es aus.
Frau Pahl, sich auf Kosten anderer zu Profilieren, überlasse ich Anderen. Mir geht es um den gerechten Umgang mit der Sache, in diesem Falle dem Ehepaar Gustafson, die hier auf falscher Grundlage verunglimpft wurden.
Ich versuche mich in meinen Kommentaren stets ans Thema zu halten, zu dem Sie offensichtlich nichts inhaltliches mehr beizutragen haben. Schade. Im Zweifelsfall halt nach dem Spieler treten statt nach dem Ball, oder wie ist Ihr letztes Posting zu verstehen?



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