FLENSBURGER TAGEBLATT

 

Wer entführte Hündchen "Luna"?

07. September 2010 | 04:09 Uhr | Von Sven Windmann

"Lunas" Pflegefamilie aus Osterby macht sich große Sorgen. Nicht nur Silke Schroeder, ihr Mann Walter Kohlstedt und die Töchter Mercedes (links) und Emely vermissen die Hündin. Das selbe gilt auch für ihre Spielkameraden "Krümel", "Paul" und "Pinsel" (von links). Foto: Wim

Bild 1 von 2

Osterby. Ihre kleine Schnauze war in Osterby allen bekannt. "Sie rannte immer im Dorf herum, besuchte die Nachbarn. Jeder wusste, wo sie hin gehörte", erzählt Silke Schroeder. Doch damit ist es nun vorbei. Hündchen "Luna" ist seit zwei Wochen spurlos verschwunden. Aber nicht etwa, weil sie weggelaufen ist oder den Heimweg nicht mehr gefunden hat. Viel schlimmer: "Wie es aussieht, ist sie entführt worden", sagt die zweifache Mutter.

Gemeinsam mit ihrem Mann Walter Kohlstedt und den Töchtern Mercedes (13) und Emely (10) macht sich Silke Schroeder große Vorwürfe, dass "Luna" nicht mehr bei ihnen ist. Sie hatten den kleinen reinrassigen Zarenhund von ihrer Schwester Heike Remde für mehrere Monate in Pflege genommen. "Wir haben ja schon drei Hunde, da war es kein Problem, dass wir sie dazu nehmen", sagt Silke Schroeder. Zu viert hätten die Hunde den ganzen Tag über die Möglichkeit, sich auf dem über 3000 Quadratmeter großen Grundstück auszutoben. "Eigentlich ist das ganze Areal eingezäunt. Aber ,Luna’ ist so klein, dass sie doch immer mal wieder ausbüchsen konnte", sagt Walter Kohlstedt. Beim letzten Mal wurde das dem nur 20 Zentimeter großen und 2,5 Kilogramm leichten Hund offenbar zum Verhängnis. "Mehrere Leute im Dorf haben gesehen, dass ,Luna’ in einem Auto mitgenommen wurde", sagt Silke Schroeder.

Einer dieser Zeugen ist Martin Hansen. "Ich sollte an dem Tag, als der Hund verschwunden ist, zum Kartenspielen", erinnert er sich. Vor seinem Haus habe er dann einen Mann mit dem Hund auf dem Arm gesehen. "Er hat mich gefragt, wo der Hund hingehört. Das habe ich ihm gezeigt, er wollte ,Luna’ zurückbringen. Damit war die Sache dann für mich erledigt", erzählt Hansen. Erst ein paar Tage später, als er die von Mercedes und Emely im ganzen Dorf aufgehängten Steckbriefe sah, fiel Hansen die Geschichte wieder ein. "Ich weiß, dass der Mann mit einem kleinen grünen Auto mit NF-Kennzeichen weggefahren ist", sagt Hansen und meint sich erinnern zu können, "dass das Nummernschild die Zahlen 999 hatte".

"Lunas" Besitzerin Heike Remde und ihr Mann Helmut, die für längere Zeit verreist waren, sind entsetzt und befürchten das Schlimmste. "Hoffentlich landet sie am Ende nicht in einem Versuchslabor", sagt Helmut Remde und fügt an: "Da sie sehr lieb und niedlich ist, hörten wir bei Spaziergängen immer wieder: ,Oh wie süß, die könnte ich glatt mitnehmen’. Offensichtlich hat das jetzt jemand ernst genommen."

Sowohl die Remdes als auch Silke Schroeder und ihre Familie haben jedoch die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit "Luna" noch nicht aufgegeben. Die Polizei in Schafflund ist informiert, auch die Tierheime und -ärzte in der Umgebung. Da "Luna" gechipt ist, könnte sie, so die Hoffnung der Familien, jederzeit anhand des Nummerncodes erkannt werden.

"Wir vermissen unsere ,Luna’ sehr, sie gehörte doch zur Familie", sagt Helmut Remde. Sollte sich derjenige, der die kleine Hündin mitgenommen hat, entscheiden, sie doch wieder zurückzubringen, dann - so fügt sein Schwager Walter Kohlstedt an - "kann er sie einfach in Osterby aussetzen. Sie kennt den Weg zu uns allein."


 

Leserkommentare

 


Lokalausgabe wählen

 


Was suchen Sie?

z.B. "Hotel", "Software", "Müller"

Wo suchen Sie?

z.B. "Flensburg" , "Rote Str."

Wen suchen Sie?

z.B. "Hotel", "Software", "Müller"

Wo suchen Sie?

z.B. "Flensburg" , "Rote Str."

 
HOCHSCHULE
Campus-Seite
Neues von den Hochschulen im Norden
 
HÄUFIG GELESEN

Junge Band präsentiert zeitgemäßen Mix

Am Sonnabend, dem 3. März, werden mit der "Björn Ingelstam Band" aus Schweden einige der ...mehr

 
 


KONTAKT | IMPRESSUM | AGB | DATENSCHUTZ