FLENSBURGER TAGEBLATT
Schülerwunsch nach Haltestelle erfüllt
In der Tornschauer Straße in Tarp gibt es eine neue Bushaltestelle für alle Schüler. Sie wurde auf Initiative des Jugendbeirates eingerichtet. Dessen Vorsitzender Kevin Hopfstock begrüßt einen der ersten Nutznießer unter dem Hallo der anderen Schüler. Foto: Mai
Tarp. "Ich kann es immer noch nicht glauben, wie schnell und unbürokratisch unser Wunsch erfüllt wurde", strahlt der Vorsitzende des Jugendbeirates in der Gemeinde Tarp, Kevin Hopfstock. Er steht an einer neu eingerichteten Bushaltestelle für Schüler in der Tornschauer Straße. Bei der letzten Vollversammlung des Jugendbeirates war aus Schülerkreisen der Wunsch geäußert worden, dort eine zusätzliche Haltestelle einzurichten, da im Winter die Wege zu den vorhandenen "doch ziemlich weit" seien. Ganz schnell zum neuen Schuljahr sind Gemeinde, Busunternehmen Gorzelniaski und Autokraft dem Wunsch nachgekommen.
Bürgermeisterin Brunhilde Eberle traf sich mit Kevin Hopfstock an der neuen Haltestelle. "Wir freuen uns, dass die Jugendlichen ihren Wunsch so klar vorgetragen haben und wir diesen im Bauausschuss und in Zusammenarbeit mit den Busunternehmern sofort umsetzen konnten", sagte sie.
Der Anstoß kam von den "Fahrschülern" aus dem Wohngebiet Tornschau. Diese werden im Schülerverkehr zur Alexander-Behm-Schule (ABS) in Tarp mitgenommen oder fahren nach Satrup zum Gymnasium. Da kamen für einige täglich mehrere hundert Meter An- und Abmarschweg zu den vorhandenen Bushaltestellen zusammen. Diese befanden sich am Anfang und am Ende des Wohngebietes. Die neue Haltestelle ist nun ziemlich in der Mitte an der Einmündung Kastanienallee in die Tornschauer Straße, so dass für alle die Wege kürzer werden.
Seit 1997 gibt es den Jugendbeirat in Tarp, der die Belange der etwa 700 Kinder und Jugendlichen bis zum 26. Lebensjahr vertreten soll. Dieser Beirat besteht aus sieben Mitgliedern, die sich aus Vertretern der Vereine und Verbände sowie aus zwei Schülersprechern der ABS rekrutieren. Vier Mal im Jahr tagt der Jugendbeirat, einmal wird zu einer Jugendvollversammlung für alle im Ort ansässigen Jugendlichen eingeladen. "Nachdem bei der letzten Jugendvollversammlung der Wunsch von 20 teilnehmenden Jugendlichen vorgetragen worden war, nahm sich der Jugendbeirat dieses Themas an und freut sich nun, dass die neue Haltestelle der Linie 1595 für alle Schüler zum Schuljahresbeginn nutzbar ist", so Kevin Hopfstock.
"Der Jugendbeirat als Sprachrohr der Kinder und Jugendlichen zeigt das im Ort gelebte Demokratieverständnis", so Bürgermeisterin Brunhilde Eberle. "Mit welchen Wünschen werden die Jugendlichen denn wohl jetzt kommen?" fragte sie freundlich in der Hoffnung, dass auch weitere so leicht zu verwirklichen seien.
"Unsere Skaterbahn macht uns Sorgen", sagte Kevin Hopfstock. Die Skaterbahn war vor einigen Jahren für 30 000 Euro im Industriegebiet gebaut worden, bald durch Zerstörung nur sehr eingeschränkt nutzbar und, da "weit weg vom Schuss" - kaum frequentiert worden. Hier könne sich der Jugendbeirat gut vorstellen, dass mit wenigen Investitionen wieder Anreize geschaffen werden könnten. "Und wenn der Schellenpark realisiert ist, dann ist es vom Wohngebiet zur Skaterbahn nicht mehr weit, dann ist dort sicher viel los", ist er überzeugt. Und an diesem Platz störe ein wenig Lärm keine Anwohner, so Kevin Hopfstock weiter. Bürgermeisterin Eberle wollte angesichts zu erwartender Kosten kein Versprechen geben, sagte aber eine wohlwollende Prüfung zu.
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