FLENSBURGER TAGEBLATT

 

Wirtschaftsstandort

Flensburg punktet mit Hako

17. Mai 2010 | 04:50 Uhr | Von Nils Jesumann


Ausblick auf die Hako 2011 in Emden: Kerstin Tomberger Foto: hako/birresborn

Den Veranstaltern der Hanseraumkonferenz (Hako) dürfte ein Stein vom Herzen gefallen sein: Nach vier Tagen in Flensburg brechen die norddeutschen Führungskräfte ihre Zelte ab - und die Organisatoren ziehen eine positive Bilanz: "Alles ist bestens gelaufen - wir haben viel Lob geerntet", sagt Hako-Sprecher Timo Klass. Flensburg habe sich als Konferenzstandort von seiner besten Seite gezeigt. Nur in der Planungsphase gab es Probleme, alle 620 Teilnehmer unterzubringen. Dies sei im Vorfeld "das einzige Defizit" gewesen, so Klass.

Insgesamt haben die Veranstalter über 310 000 Euro für die Großveranstaltung ausgegeben. Entsprechend reichte das Programm vom Fallschirmsprung bis zum Hubschrauberrundflug. Die Wirtschaftskonferenz war aber am Ende kein Defizitgeschäft: "Im Gegensatz zu vergangenen Hakos sind wir in den schwarzen Zahlen geblieben", berichtet Klass.

Die Organisatoren um Kerstin Tomberger sind sich sicher, dass Flensburg bei den Wirtschaftsjunioren einen guten Eindruck hinterlassen hat. "Es ist schon lehrreich, wie die Flensburger mit den Dänen im Grenzraum Geschäfte machen", fasst so auch Wirtschaftsjunior und Geschäftsführer aus Bremen, Peter Urs, seine Eindrücke am Rande der Abschlussfeier zusammen. "Ich denke, viele der Gäste verbanden mit Flensburg bisher in erster Linie das Kraftfahrt-Bundesamt", vermutet Hako-Sprecher Timo Klass. "Aber nun werden viele den Standort als Kompetenzzentrum für grenzübergreifenden Handel in Erinnerung behalten."

Diese Einschätzung deckt sich mit den Meinungen auf der Abschlussveranstaltung, die auf dem Gelände der Stadtwerke organisiert wurde: Unter einem Zirkuszelt an der "Kohlenhalde" feierten rund 500 Wirtschaftsjunioren bis spät in die Nacht. Neben der Spaßkapelle "Käpt’n Kümo", stand hier die Coverband "United Four " auf der Bühne. Lange mussten sich die jungen Führungskräfte nicht bitten lassen - schnell füllte sich die Tanzfläche.

Als nächster Austragungsort der jährlichen Hako steht 2011 Emden bereit - danach soll die Konferenz 2012 in Kiel ausgerichtet werden. Die Bewerbungen der jeweiligen Standorte werden auf Landesvorstandssitzungen geprüft und daraufhin ausgewählt. Nachdem die Hako 1999 und nun im Jahr 2010 in Flensburg zu Gast war, wird noch einige Zeit ins Land gehen, bis die Wirtschaftsjunioren wieder an die Förde kommen. Nicht so, wenn es nach den Organisatoren der Flensburger Hako geht: "Theoretisch könnten wir es 2013 wieder machen", orakelt Mitorganisator Timo Klass.

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