ELMSHORNER NACHRICHTEN
Wenig Besucherinteresse am Selbsthilfetag
Adele Reese (v. l.) informierte sich bei Anke und Wolfgang Waldhaus (Selbsthilfegruppe Leukäme und Lymphom). Mit dabei Klaus Fischer, Behindertenbeauftragter der Stadt. Foto: pe
Elmshorn. Es war ein Schock, als Wolfgang Waldhaus vor zehn Jahren die Diagnose Leukämie erhielt. "Ich wusste nicht mehr, wie es weiter gehen sollte. Aber dann fing ich an positiv zu denken und leben und seitdem lebe ich mit der Krankheit und den Medikamenten", sagt der Elmshorner.
Die Selbsthilfegruppe Leukämie und Lymphom Elmshorn wurde gegründet und hat derzeit 30 Mitglieder, die sich einmal im Monat treffen.
Waldhaus war am vergangenen Sonnabend einer von rund 30 Ausstellern beim Selbsthilfetag in der Marktpassage.
Zur Eröffnung des Informationstages kamen unter anderem der Pionneberger Kreispräsident Burkhard E. Tiemann, der extra einen Termin in Rendsburg verschob, um in Elmshorn dabei sein zu können, sowie Bürgermeisterin Dr. Brigitte Fronzek. "Wir legen sehr viel Wert auf Vorsorge und Prävention. Aber ebenso wichtig ist es, dass nach einer schweren Erkrankung Hilfe da ist. Und diese Arbeit leisten die Selbsthilfegruppen", so die Bürgermeisterin.
"Das Interesse der Elmshorner am Selbsthilfetag war leider etwas verhalten. Trotzdem wurde viele interessante Gespräche geführt", sagte Elmshorns Behindertenbeauftragter Klaus Fischer nach der Veranstaltung.
Von der Organtransplantation bis hin zur Multiplen Sklerose stellten sich Selbsthilfegruppen vor. Mit von der Partie war auch der Verein "Kinder brauchen beide Eltern", der sich vor vier Jahren aus dem "Väteraufbruch für Kinder" gründete.
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