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Offensive gegen Frühgeburten

28. Juni 2012 | 04:20 Uhr | Von Claudia Frese-Otto;


Die neuen Vertragspartner: Klaus Bittmann (Vorstand Ärztegenossenschaft, von links), Otto Melchert (Geschäftsführer Regio-Kliniken), Doris Scharrel (Berufsverband Frauenärzte), Stefan Geist (Chefarzt), Birgit Buchloh (leitende Hebamme), Thomas Paßers (Geschäftsführung Klinikum) und Johann Brunkhorst (Techniker Krankenkasse Schleswig-Holstein).  Foto: en

Die neuen Vertragspartner: Klaus Bittmann (Vorstand Ärztegenossenschaft, von links), Otto Melchert (Geschäftsführer Regio-Kliniken), Doris Scharrel (Berufsverband Frauenärzte), Stefan Geist (Chefarzt), Birgit Buchloh (leitende Hebamme), Thomas Paßers (Geschäftsführung Klinikum) und Johann Brunkhorst (Techniker Krankenkasse Schleswig-Holstein). Foto: en

Mehr Voruntersuchungen, intensivere Schwangerschaftsbetreuung / Regio-Kliniken, Ärzte und Technikerkrankenkasse kooperieren

Pinneberg. Sie wollen mehr für werdende Mütter und ihre Babys tun: Das haben die Regio-Kliniken mit der Techniker Krankenkasse (TK) und den niedergelassenen Ärzten gestern vertraglich im Klinikum Pinneberg festgelegt.

Das gemeinsame Projekt "Babyfocus" sieht vor allem zusätzliche Vorsorgeleistungen und eine bessere Betreuung von Schwangeren vor, mit dem Ziel: die Gefahr von Frühgeburten eindämmen.

"Bei einer Geburtenrate von 1,3 Prozent müssen wir uns jedes Kindes annehmen", erklärte Doris Scharrel, Vorsitzende des Frauenärzteverbandes. Sie hält vor allem das zunehmende Alter der werdenden Mütter für einen Risikofaktor. Zusätzlich zu den gesetzlichen Leistungen zahlt die TK für ihre Patientinnen zukünftig eine weitere Ultraschalluntersuchung und einen Streptokokkentest. Aber auch Begleitende Maßnahmen sind in dem neuen Katalog enthalten. Eine persönliche Hebamme soll der werdenden Mutter fünf Wochen lang mit Rat und Tat zur Seite stehen. Bei Bedarf Tag und Nacht und sogar abrufbereit während der Geburt. Birgit Buchloh, leitende Hebamme der Regio-Klinik Pinneberg: "Wir sehen die Gebärenden zu spät. Das muss anders werden." Sie erhofft sich durch die Neuerungen früher und effizienter mögliche Komplikationen während der Entbindung auszuschließen.

1 200 Geburten verzeichnet die Regio-Klinik pro Jahr. 30 Prozent der Patientinnen sind nach Angaben der Geschäftsführung bei der TK. 40 Frauenärzte im Kreis kommen als Vertragspartner infrage. Sie sollen künftig mit einem kleinen Aufkleber im Mutterpass den Schwangeren für alle weiteren Leistungen die Türen öffnen.


 
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