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Elmshorn
Drogen-Razzia in Gemeinschaftsschule
Elmshorn. Maren Schramm sagt den Drogen den Kampf an. Die neue Schulleiterin der Anne-Frank-Gemeinschaftsschule will mit allen Mitteln Marihuana und andere Substanzen aus ihrer Schule verbannen. Nachdem kurz vor den Weihnachtsferien auf dem Schulgelände Drogen gefunden wurden, hat Schramm nun eine Razzia veranlasst. Am Dienstag durchsuchten Polizisten mit Spürhunden die Bildungseinrichtung am Binsenweg.
"Wir als Schule wollen Drogen in der Anne-Frank-Gemeinschaftsschule nicht dulden. Es kann nicht sein, dass unsere Schüler sie mit in die Schule bringen, mit ihnen handeln und nach Schulschluss gemeinsam außerhalb des Geländes konsumieren", erklärte die Schulleiterin im Gespräch mit unserer Zeitung. Sie habe sich nach reiflicher Überlegung und Gesprächen mit der Ermittlungsgruppe Rauschgift der Elmshorner Kriminalpolizei, den Gesamtelternbeiratsvorsitzenden, dem Schulamt und der Stadt Elmshorn entschlossen, zu dieser "drastischen Maßnahme" zu greifen. Schramm betonte, dass es sich um eine schulische Aktion gehandelt habe, bei der die Polizei Amtshilfe geleistet hat, weil nur sie über die entsprechenden Hilfsmittel und Kenntnisse verfügt.
Drei Jugendliche wurden der Schule verwiesen
Nach der Aktion konnte die neue Schulleiterin zumindest ein wenig aufatmen. "Es wurde nichts gefunden. Das freut mich", sagte Schramm. Sie hoffe auf einen Neuanfang. "Der Ruf der Schule ist nicht der beste. Die Razzia sollte ein Signal an alle Schüler sein, dass wir Drogen an unserer Schule keinen Raum geben", so Schramm. Sie betonte aber auch: "Drogen sind an jeder Schule ein Problem. Das kann so nicht bleiben! Unser Ziel ist es, Rauschmittel aus der Schule herauszuhalten."
Nötig wurde die Polizei-Aktion, da sowohl auf dem Schulhof als auch auf dem Gelände der benachbarten Astrid-Lindgren-Schule kurz vor Weihnachten nach Unterrichtsschluss Rauschmittel gefunden wurden. Vier Schüler der Anne-Frank-Gemeinschaftsschule konnten überführt werden. Sie sollen die Drogen nicht nur konsumiert, sondern zum Teil auch damit an der Schule gehandelt haben. "Drei der Schüler sind bereits der Schule verwiesen worden", berichtete Schramm. Sie plant nun, das Präventionskonzept zu überarbeiten. "Wir müssen kontinuierlich Sucht zum Thema machen, ehe Sucht ein Thema ist. Die Gesundheit und der Schutz der Schülerinnen und Schüler stehen dabei im Vordergrund", betonte die Schulleiterin.
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