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Fragen an Geschäftsführer Tim Kordes

21. Juli 2012 | 00:00 Uhr | Von pe


Geschäftsführer Tim Kordes.  Foto: pe

Geschäftsführer Tim Kordes. Foto: pe

Das Hauptgeschäft von Rosen-Kordes in Afrika besteht in der Vergabe von Lizenzen für selbstgezüchtete Rosen. Warum vergibt Kordes nicht seine Lizenzen mit der Auflage zur Nachhaltigkeit und der Einhaltung von Mindest-Standards im Arbeits- und Gesundheitsschutz?

Wir können unsere Kunden beziehungsweise Lizenznehmer nicht zu einer nachhaltigen Produktion zwingen. Kordes kann auf diesem Gebiet nur eine Vorreiterposition einnehmen. Auf unserer Anlage zeigen wir, dass es auch anders funktionieren kann. Das ist mit ein Grund, warum wir neben den Testfeldern eine eigene Produktionsstätte aufgebaut haben. Wir sind definitiv diejenigen, die am meisten im Bereich Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz machen. Aber nicht jeder Anbauer kann oder will sich diese hochmoderne Technik und Arbeitsweise leisten. Zum anderen muss auch bedacht werden, dass wir ein Wirtschaftsunternehmen sind. Von den Erträgen aus Kenia und anderen Ländern leben auch die 150 festen Mitarbeiter in Sparrieshoop.

Können Sie schon erste Erfolge Ihrer Bemühungen bei den Rosenproduzenten beobachten?

In den letzten zehn Jahren hat sich schon einiges positiv verändert. Zum einen durch das Beispiel von Kreative Roses. Aber auch ein Film, wie "Die Rosen-Story", der unlängst wieder zu sehen war, bewirkt ein Nachdenken sowohl der Konsumenten als auch der Produzenten. Auch die Karuturi-Farm war einmal ein sogenannter Vorzeigebetrieb. Der Gründer, ein holländischer Rosenproduzent, war der Erste, der Krankenhäuser und Wohnunterkünfte mit Fernsehen für jeden seiner Arbeiter baute. Er verkaufte vor etwa sechs Jahren die Farm an Karuturi, ein indisches Unternehmen.

Verkaufen Sie an Karuturi Lizenzen?

Mit Karuturi haben wir in den letzten Jahren fast keine Geschäftsverbindungen mehr. Im Übrigen, der Journalist ist nur auf die Karuturi-Farm gelangt, weil wir ihm dabei geholfen haben. Wir bei Kreative Roses haben nichts zu verbergen, deshalb kann unsere Farm jederzeit von jedermann besichtigt werden.


 
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