ELMSHORNER NACHRICHTEN

 

Kliniken investieren 6,7 Millionen

16. Februar 2011 | 06:45 Uhr | Von Bernd Amsberg

Die Regio-Kliniken, zu denen das Elmshorner Krankenhaus gehört, sorgen nach wie vor für Diskussionen in der Kreispolitik.

Pinneberg / Elmshorn. Kräftig investieren wollen die Regio-Kliniken in diesem Jahr. Mit 6,7 Millionen Euro wird für die drei Standorte in Elmshorn, Pinneberg und Wedel mehr als zweieinhalb Mal so viel Geld ausgegeben wie im vergangenen Jahr.

Seit etwas mehr als einem Jahr sind die einst kreiseigenen Regio-Kliniken zu 74,9 Prozent im Besitz des Gesundheitskonzerns Sana. Im vergangenen Jahr wurden nur rund zwei Millionen Euro investiert. "In diesem Jahr machen wir mehr", sagt Geschäftsführer Otto Melchert.

Für etwa 1,5 Millionen wird in Pinneberg, wo die zentrale Geburtshilfestation von Regio untergebracht ist, ein "Eltern-Kind-Zentrum" entstehen. "Wir wollen die Beratungsangebote umfassend ausbauen und die gesamte Betreung rund ums Kind anbieten", so Melchert.

Damit soll auch der Tat sache Rechnung getragen werden, dass immer häufiger beide Elternteile in die Geburtsvorbereitung mit einbezogen würden. Unter anderem sind neben den Beratungen rund um die Geburt auch psychologische Beratungen vorgesehen. Eine Schwester soll als Familienhebamme den Eltern zur Verfügung stehen.

Das Eltern-Kind-Zentrum wird im Haupthaus des Pinneberger Klinikums untergebracht. Ebenfalls in Pinneberg wird eine zweite tagespsychologische Einrichtung entstehen. Standort wird die ehemalige Rettungswache direkt neben dem Pinneberger Klinikum sein, zu dem noch einige Anbauten kommen werden. Etwa 750 000 Euro investieren die Kliniken in diesen Bereich.

Größter Investitions-Brocken in Elmshorn ist der Bau des Hospiz’. Baubeginn ist in diesem Jahr. 1,45 Millionen Euro zahlen die Regio-Kliniken, den Rest der Gesamtkosten von etwa 1,8 Millionen Euro übernehmen die Johanniter sowie der Hospiz-Förderverein. Außerdem werden in Elmshorn, und auch in Wedel, neue medizinische Geräte für die Chirurgie, die innere Abteilung sowie die Anästhesie angeschafft.

Darüber hinaus investieren die Regio-Kliniken weiter in den Ausbau der Urologie in Wedel. "Hier wollen wir vor allem die Leistungsstruktur mit universitärer Hilfe weiter ausbauen", erklärte Melchert. Mit der Urologie des UKE unter Leitung von Prof. Dr. Margit Fisch und dem Netzwerk Urologie Schleswig-Holstein Süd (NUSS) habe Wedel exzellente Partner.

Außerdem soll in diesem Jahr in Elmshorn mit der Umstellung von Vier-Bett- auf Drei-Bett-Zimmer inklusive Bad begonnen werden. "Das machen wir nach und nach, das wird einige Zeit dauern", sagte Melchert.

Standortübergreifend investieren die Regio-Kliniken zudem in den Ausbau der EDV. Rund 1,1 Millionen lassen sie sich das kosten. "Da haben wir einen großen Nachholbedarf", sagt der Geschäftsführer.

Der größte Posten der Investitionen im vergangenen Jahr war der Umzug der Dialyse-Station in Elmshorn. Kostenpunkt: 723 479 Euro. Bis Ende 2019 wollen die Regio-Kliniken insgesamt 35 Millionen in ihre Standorte investieren.


 

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